Die Corona-Pandemie verändert seit Frühjahr das gesamte Leben und macht auch vor den Kirchentüren nicht halt. Nach dem Ausruf der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg haben sich die Sicherheitsvorkehrungen noch verschärft, wie jüngst Pfarrer Johannes Kienzler mitteilte. Neben Abstand halten, Desinfektion, kein Gemeindegesang (nur Kantoren- und Scholagesang) und Nasen-Mund-Schutz gilt die Forderung „Lüften und Temperieren von Kirchen“.

Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten wird eine Raumtemperatur von zehn Grad bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 60 Prozent gefordert. „In Zukunft mit dicken Kleidern in die Kirche“, so der Appell des Dekans. Laut den neusten Studien habe sich gezeigt, dass vor allem auch keine Luftverwirbelungen stattfinden sollten. Dies bedeutet für die Löffinger Stadtkirche, die Heizung 30 Minuten vor Gottesdienstbeginn abzustellen und die Kirche konstant auf zehn Grad herunterzukühlen.

Mund-Nasen-Schutz während des gesamten Gottesdienstes

Ganz nebenbei hat diese niedrige Temperatur positive Auswirkungen für die Kunstgegenstände und die Orgel sowie das Gemäuer. Nach Ende des Gottesdienstes wird dann noch einmal kräftig das Gotteshaus durchgelüftet. Eine weitere Veränderung ist die Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nicht nur beim Betreten und Verlassen des Gotteshauses, sondern während des gesamten Gottesdienstes. Außerdem erfordert die neue Bestimmung alle Teilnehmer zu erfassen. Hierzu liegen auf den drei Stehtischen Registrierungsblätter aus; Listen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Dieser Registrieruns- und Hygieneplan gilt auch für Gottesdienste im Freien und für Trauerfeiern sowie Beerdigungen auf Friedhöfen. Hier sei Löffingen (die Stadt ist für die Friedhöfe und Friedhofskapellen zuständig) allerdings noch nicht ganz auf dem Laufenden, so Pfarrer Johannes Kienzler.

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