Der Gemeinderat von Löffingen hat bei seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet an der B 31“ auf den Weg gebracht. Ulrich Ruppel, dessen Ingenieurbüro die Stadt mit den Planungsarbeiten betraut hat, skizzierte die Eckpunkte des Vorhabens.

  • Anlass: Stand heute sind laut Bürgermeister Tobias Link nur noch kleinere Grundstücke im Gewerbegebiet an der B31 verfügbar. Mit der Erweiterung des Gewerbegebiets an der B 31 will die Stadt Möglichkeiten für weitere Gewerbeansiedlungen schaffen. Der Bedarf sei vorhanden, es gebe bereits Interessenten, so Link. Außerdem erfordere der vom Bund geplante Bau von Lkw-Stellplätzen eine Anpassung des Bebauungsplans.
  • Änderungsbereich: Die projektierte Erweiterungsfläche liegt am Ostrand des Gewerbegebiets und umfasst einen Teil der im derzeit noch aktuellen Bebauungsplan festgesetzten Ausgleichsfläche. Diese soll nun als Erweiterungsfläche für das Gewerbegebiet dienen. Darüber hinaus soll auch eine bislang nicht zur Bebauung vorgesehene Fläche an der Studerstraße mit in die Erweiterung einbezogen werden. Insgesamt umfasst der Änderungsbereich rund 7,6 Hektar Fläche. Mit berücksichtigt ist dabei auch der vom Bund geplante Bau von Lkw-Stellplätzen östlich der Tankstelle.
  • Ausgleichsmaßnahmen: Die bislang im Bebauungsplan eingetragenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, die die Umwandlung von Ackerflächen in extensiv genutztes Grünland mit Heckenpflanzungen vorsehen, sind noch nicht umgesetzt worden und sollen an eine andere Stelle verlegt werden. Die entsprechende Untersuchung werde im Zuge des im weiteren Planverfahrens aufzustellenden Umweltberichts vorgenommen, erklärte Ulrich Ruppel. Wie Stadtbaumeister Udo Brugger ergänzend erläuterte, verfügt die Stadt bereits über die für das Gewerbegebiet als solches und die jetzt angestoßene Erweiterung bereits über die erforderliche Anzahl an Öko-Punkten. Andernfalls, so der Stadtbaumeister weiter, hätte die Änderung des Bebauungsplans gar nicht eingeleitet werden können.
  • Basiskonzept: Aus dem im jetzigen Planungsstadium noch groben Konzept für die Bebauungsplanänderung geht hervor, dass der Ringschluss, der durch die Verlängerung der Studer- und der Gerwigstraße entsteht, nach Osten verschoben werden und damit auf die bisher geplante letzte Querspange auf Höhe der Tankstelle verzichtet werden könnte. Die aktuell lediglich im Vorentwurfsstadium beziehungsweise als Machbarkeitsstudie vorliegende Planung des Regierungspräsidiums Freiburg für den Bau von Lkw-Stellplätzen östlich der Tankstelle wurde in den Änderungsentwurf für den Bebauungsplan übernommen.
  • Zufahrt: Eine Grundsatzentscheidung fällte der Gemeinderat auch mit Blick auf die Frage, ob von Osten her eine Zufahrtsmöglichkeit in das Gewerbegebiet geschaffen werden soll, die nicht über privaten Grund im Bereich der Tankstelle führt, sondern öffentliche Flächen nutzt. Das Stadtparlament befürwortete diese Zufahrtslösung mehrheitlich, wobei die Zufahrt nicht nur für Pkw, sondern auch Lkw ermöglicht werden soll. In diesem Zusammenhang drängt der Gemeinderat auch darauf, dass die Abfahrt von der Tankstelle auf die B 31 in Fahrtrichtung Freiburg deutlich verlängert wird. Allerdings liegt die Zuständigkeit für diesen Punkt beim Regierungspräsidium als „ausführender Hand“ des Bundes, die Einflussmöglichkeiten der Stadt sind also letztlich begrenzt.