Die Wutachschlucht zählt zu den letzten ursprünglichen Wildflusslandschaft in Mitteleuropa mit urwüchsigen Wäldern und einer ursprünglicher Landschaft. Und sie soll noch lange erhalten bleiben. Aus diesem Grund hat das Regierungspräsidium an den Standorten Schattenmühle, Wutachmühle und am ehemaligen Bad Boll neu gestaltete Infopavillons errichtet.

Besuch aus Freiburg

„Prägnant und kurzweilig die Informationen, um die vielen Wanderer an den Eingangstoren zu den Schluchten für dieses Naturschutzgebiet zu sensibilisieren“, sagte Friedrich Kretzschmar, stellvertretender Referatsleiter Natur und Landschaftspflege des Regierungspräsidiums, bei der Eröffnung.

Sechs Themen auf 24 Tafeln

Auf 24 Informationstafeln zu sechs verschieden Themen wolle man den Gästen die Besonderheiten dieses einzigartigen Gebiets aufzeigen und ihnen die Erdgeschichte mit allen Folgen für Naturschutz, Waldwirtschaft sowie Besucherlenkungen erläutern. Die Strecke von der Schattenmühle bis zur Wutachmühle sei nicht nur eine der schönsten Strecken dieses größten Canyons in Deutschland, sondern auch die des Schluchtensteigs, erklärten Löffingens Bürgermeister Tobias Link, Reiselfingens Ortsvorsteher Martin Lauble und Bonndorfs Stadtförster Steffen Wolf. Sie sei auch die Urstelle der Donau, hob Friedrich Kretzschmar hervor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr als 100.000 Wanderer jährlich

Dass dieses seit 1939 unter Schutz stehende Gebiet erhalten bleibt, dafür sorgt seit 16 Jahren der Wutachranger Martin Schwenninger. Das Verhalten der mehr als jährlich 100.000 Wanderer sei umsichtiger geworden, dies bestätigte auch Peter Lutz vom Hauptverband des Schwarzwaldvereins. Doch man dürfe nicht müde werden, die Wanderer immer wieder auf das richtige Verhalten in der Wutachschlucht aufmerksam zu machen. Die neuen Infotafeln, die mit Piktogrammen die Besucher lenken sollen, war eine Gemeinschaftsproduktion, an der auch Grafiker Mathias Kneussin, Metallbauer Rolf Burkard und Thomas Hoffmann vom gleichnamigen Malerbetrieb aus Bonndorf beteiligt waren.