Die Burgmühle und das Turbinenhaus in der Gauchachschlucht haben schon bessere Tage erlebt. Doch nun möchte das neue Besitzerpaar Christa Friedrich und Carsten Leo Gebhardt dem geschichtsträchtigen Haus wieder Leben einhauchen. Sie stellten jüngst ihr Konzept für die Burgmühle vor und baten Politiker dringend um Zuschüsse für das Projekt.

Ab 2014 Pächter des Wanderheims

Seit Anfang des Jahres sind Christa Friedrich aus Löffingen und ihr Partner, der Bewegungstherapeut Leo Carsten Gebhardt, Eigner der Burgmühle. Schon seit 2014 war das Paar, das mit seinen vier Kindern in Mundelfingen wohnt, Pächter des Wanderheims.

Damals hatte man noch gehofft, das geschichtsträchtige Anwesen mit der Ortsgruppe Villingen der Naturfreunde wieder auf Vordermann bringen zu können. „Das Haus war in einem vernächlässigten Zustand, die Qualität der Zimmer war alles andere als gut und auch die Gastronomie entsprach keineswegs den heutigen Anforderungen“, erklärt Christa Friedrich.

Hinzu kamen noch erhebliche Auflagen hinsichtlich des Brandschutzes, was eine Übernachtung nicht mehr möglich machte. Das vom damaligen Besitzer erstellte Konzept für die umweltpädagogische Nutzung der Burgmühle fiel der Insolvenz zum Opfer. „So haben wir uns entschlossen, für das Überleben der Burgmühle zu kämpfen“, sagt Carsten Gebhardt.

Herberge für Wanderern

„Die historische Burgmühle mit ihrer langen, wechselhaften Geschichte darf nicht ein zweites Bad Boll werden, das heute faktisch nicht mehr existiert“, so Christa Friedrich. Hatten die Beiden schon als Pächter mit ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung Akzente gesetzt, so möchten sie nun als Eigentümer die Burgmühle wieder zu einem Erholungsort, einer Einkehrmöglichkeit für Wanderer und Naturliebhaber und einem Beherbergungsort umwandeln.

Doch dazu bedarf es einer gründlichen Renovierung und entsprechenden Finanzen. Ein Architektenbüro hat für die Umsetzung dieser Pläne 800.000 Euro Kosten errechnet. „Das können wir alleine nicht aufbringen und hoffen deshalb auf Zuschüsse“, so die neuen Eigentümer. So lud man die Politiker ein um diese mit ins Boot zu nehmen.

Minister Guido Wolf verspricht Hilfe

Kurzfristig hatte sich Tourismus- und Justizminister Guido Wolf, auch Geschichts- und Naturliebhaber, bei den neuen Pächtern der Burgmühle angesagt, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. Mit dabei Anne Derday (Landratsamt), Kreisrat Norbert Brugger, die Bürgermeister Tobias Link (Löffingen) und Christian Mauch (Ewattingen), die Ortsvorsteher Petra Kramer (Bachheim) und Michael Jerg (Mundelfingen) sowie die Löffinger Stadtmarketing-Leiterin Nina Schuhmacher.

Minister Guido Wolf versprach, sich für das Projekt Burgmühle stark zu machen, allerdings müsse die Gemeinde Löffingen ebenfalls mit ins Boot, um die Fördertöpfe anzuzapfen. Angedacht wird beispielsweise die Förderung durch das ELR-Programm (Entwicklung ländlicher Raum), aber auch für die Bildung, hier möchte Wolf sich mit seiner Kollegin, Kultusministerin Susanne Eisenmann, austauschen. Zumal die Räumlichkeiten auch für Landschulheim-Aufenthalte genutzt werden könnten.

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