Manfred Kaufmann ist tot. Die unvergessliche Persönlichkeit, die mit Bewunderung, Optimismus und Lachen so schweres Schicksal ertragen hat, starb kurz vor dem 68. Geburtstag.

Bis zu seinem 18. Lebensjahr schienen für den Sohn von Adolf und Katharina Kaufmann noch alle Türen offen zu stehen. Nach seiner Schulzeit erlernte er den Beruf als Elektronikmechaniker bei der Firma Studer-Revox. Er interessierte sich für vieles. So war er in jungen Jahren beim Turnverein, bei der Stadtmusik als Waldhornbläser, bei der Modelfluggruppe und auch bei der Löffinger Fasnet aktiv. Handwerklich geschickt bastelte er Modellflugzeuge, liebte es aber auch mit seinen Kumpels an seinem Moped zu hantieren.

Doch seine große Leidenschaft war der Fußball. Mit seinem außergewöhnlichen Talent, schaffte er gleich mit 18 Jahren den Sprung von der Jugend in die erste Mannschaft des FC Löffingen. Doch diese Fußball-Liebe wurde dem laufstarken Mittelfeldspieler auch zum Verhängnis. Kurz nach der Ausbildung mit 18 Jahren geschah ein schrecklicher Autounfall.

Die Fußballer hatten das Lokalderby zwischen Rötenbach und Löffingen gewonnen. Auf der Rückfahrt kurz vor Löffingen geschah am 1. November 1971 das Unfassbare. Ein Jahr lang lag Manfred Kaufmann nach dem Unfall im Koma, Ende 1972 wurde er als schwerstbehinderter Pflegefall nach Hause entlassen. Dank der fürsorglichen Pflege seiner Mutter, schaffte es Manfred Kaufmann, im Rollstuhl zu sitzen.

Im Rollstuhl war er auch in Löffingen anzutreffen. Die Familie scheute sich nicht, ihren Manfred mit auf Veranstaltungen zu nehmen. Wie glücklich er war, konnte man bei seiner Gestik, vor allem durch sein Lachen erkennen, denn Sprechen war nicht möglich. Ein großes Glück war, als er im November 1981 in der Caritaswerkstatt St. Georg in Neustadt einen Platz bekam. Dort durfte er Schlüsselanhänger teilfertigen. Für Manfred Kaufmann eine wichtige Arbeit. So war der Renteneintritt 2018 für ihn äußerst schwierig. Gerade in dieser Phase war seine „Adler-Post-Familie“ für ihn da, um mit vielen abwechslungsreichen Aktivitäten sein Rentnerdasein auszufüllen. Im Haus Adler Post wurde er bis zu seinem Tod liebevoll begleitet. Manfred Kaufmann wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.