Wegwerfgesellschaft, Überfluss, verschwenderischer Umgang mit natürlichen Ressourcen – oder doch lieber Nachhaltigkeit, sorgsamer Umgang, sparsame Ressourcen-Nutzung? Das Baarstädtchen Löffingen hat sich für Letzteres entschieden, und Stadtmarketing-Leiterin Nina Schuhmacher sowie die Steuerungsgruppe von Fairtradetown werden nicht müde, für Recycling zu werben.

Doch schon seit längerem sind es die Vereine, die Akzente in Sachen Recycling setzen. Zwar gibt es im Städtle die blaue Tonne für Papier, doch die meisten Mitbürger unterstützen lieber die Vereine. Feuerwehr, Musik, Sportvereine für die Nachwuchsarbeit – sie alle sorgen bei den Altmaterialsammlungen für den Erhalt der natürlichen Ressourcen.

Fußballjugend sammelt Altpapier

Doch nicht nur dies: Altpapier wird in Löffingen auch von der Fußballjugend und Alteisen von der Jugendfeuerwehr gesammelt. Diese Sammlungen sind mit wichtigen Lerneffekten verbunden, mit Ressourcen sorgsamer umgegangen werden kann. Erst wenn die Jugendlichen selbst spüren und sehen, wieviel weggeworfen wird und was man mit den Wergwerfartikeln noch alles gestalten kann – erst dann kann auch das Umdenken funktionieren. Sowohl der FC Löffingen als auch die Feuerwehr nutzen den Erlös dieser Sammlungen für die Jugendarbeit. Auch bei den anderen Vereinen im Löffinger Ösch werden Jugendliche bei diesen Sammlungen mit einbezogen.

Stadtmarketingleiterin Nina Schuhmacher möchte allerdings noch weiter gehen. Zusammen mit Kathrin Reppel-Knöpfle, Irmela Herrenbrück, Iris Hasenfatz, Andrea Wölfle und Ewald Langenbacher hat sie jüngst erstmals eine Recyling Informationsbroschüre speziell für Löffingen herausgegeben. Neben den Vereinssammlungen können recycelbare Materialien – CDs, Elektroschrott, Kühlschränke und Monitore – im Wertstoffhof abgegeben werden.

Handys nimmt der Weltladen entgegen

Dazu gibt es Altglascontainer, Altkleidercontainer und verschiedene Annahmestellen. So können Batterien auch in den Supermärkten und im Drogeriemarkt abgegeben werden, Brillen und Hörgeräte bei Brillen Burghard. Handys gehören in die Sammelboxen, die im Weltladen und in der Tourist-Information aufgestellt sind, auch Stifte, Kugelschreiber und andere Schreibutensilien nimmt der Weltladen entgegen.

„Nicht nur sammeln sondern auch wissen, warum und wofür, ist wichtig“, so Nina Schuhmacher. Die Beispiele sind in der Broschüre aufgelistet. Duch die Handysammlungen werden Bildungs- und Gesundheitsprojekte unterstützt, der Erlös der Briefmarken- und Korkensammlungen geht an Menschen mit Behinderungen. Brillen werden der weltweiten Aktion des deutschen Blindenwerks zur Verfügung gestellt, und über den Erlös der Stifte-Sammlung freuen sich gemeinnützige Organisationen.

Wichtig ist aber auch das Einsparen

Wichtig ist aber nicht nur das Sammeln und Recyceln, sondern auch das Einsparen – etwa von Verpackungsmüll. So gibt es etwa in der Bioecke sowohl Lebensmittel als auch Wasch- und Spülmittel verpackungsfrei, das bedeutet die Kunden bringen die Gefäße selbst mit.

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