Ortsvorsteherin Annette Hilpert hatte deshalb Andreas Ortlieb, Gesellschafter und Betreiber der Projektgesellschaft Kelmendi & Ortlieb Project,s gebeten dieses Vorhaben auch in Dittishausen vorzustellen. Das Interesse, aber auch die Sorgen vor allem im Verkehrsverein, sind groß, dass hier eine Konkurrenz zu den Ferienhäusern entsteht. Das „Tiny-House-Village“ soll auch in eigener Regie verwaltet und mit allen Dienstleistungen versehen sein. Der Baubeginn sei für Anfang 2022 geplant, so Ortlieb.

„Für Privatpersonen hätte man niemals den Flächennutzungsplan geändert, um im Welschland bauen zu können. Als Jungunternehmer mit Investoren im Rücken ist dies für die Gemeinde kein Problem gewesen“, bemängelte Änder Glod. Er habe großen Respekt vor der innovativen Idee, hätte sich aber vor einer so wichtigen Entscheidung Gespräche zwischen Stadt und Verkehrsverein gewünscht. Petra Vetter und Gaby Koberski sehen in dem „Tiny-house-Village“ eine große Konkurrenz für den Verkehrsverein. Allerdings gebe es genügend Nachfrage.

.Der Blick von oben könnte sich bald ändern, wenn im Welschland und der Alten Säge (heute das Domizil der Wallisers – unten im Zirkuszelt) gleich zwei „Tiny-House-Villages“ entstehen.
.Der Blick von oben könnte sich bald ändern, wenn im Welschland und der Alten Säge (heute das Domizil der Wallisers – unten im Zirkuszelt) gleich zwei „Tiny-House-Villages“ entstehen. | Bild: Gerold Bächle

„Es reicht für beide“, so Andreas Ortlieb. Wenn es mit dem Verkehrsverein Kooperationsmöglichkeiten gäbe, sage man nicht nein. Das Ziel der beiden Jungunternehmer Ortlieb und Kelmendi sei es, die gesamte Region touristisch zu stärken. Ortsvorsteherin Annette Hilpert gab zu bedenken, dass in Dittishausen selbst viele Übernachtungsmöglichkeiten weggebrochen seien, da viele Ferienhäuser privat genutzt würden.

In den „Tiny“-Dörfern wird es keine Straßenzulassungen geben, sodass die Urlauber ihre Fahrzeuge davor parken müssen. Die Parkplätze seinen bei schönem Wetter durch die Besucher von Tatzmania und dem Waldbad schon knapp, wenn dann noch die Fahrzeuge der Mieter der ‚Tiny-Häuser“ dazukommen, reichten die Parkplätze keinesfalls, war man sich bei der Diskussion im Ortschaftsrat einig.