Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb Annemarie Hampel, eine weit über die Heimatgrenzen hinaus bekannte Künstlerin. Ihre unverwechselbaren Vasenskulpturen ohne Gesicht erzählen Geschichten und spiegeln menschliche Ausdrucksformen und Gefühle wider.

Immer wieder griff Annemarie Hampel, die in Würzburg geboren und aufgewachsen ist, tägliche Beobachtungen und mediale Themen auf, um sie in ihren Exponaten zu verarbeiten. Der Fokus der Keramikkünstlerin, die dem Kunstverein Löffingen angehörte, lag in der Schöpfung.

Im Jahr 2000 eröffnete die Künstlerin in ihrem Haus in Rötenbach das Atelier am Weiher, das als Kunst-Ort und Plattform für andere Künstler fungierte. 2006 wurde Annemarie Hampel mit dem Kunstpreis ART Mondial (Internationale Kunstmesse) ausgezeichnet.

Liebe zum Töpfern

Die ausgebildete Verwaltungssekretärin verbrachte mehrere Jahre in der Schweiz. In ihrer Freizeit entdeckte sie dabei ihre kreative Hand und die Liebe zum Töpfern. Der Weg von der Freizeitgestaltung bis zur Kunst führte sie in die Töpferschule von Ruth Moll in Basel (1978 bis 1982). Es folgten weitere Fort- und Weiterbildungen bis sie 1990 zur ersten Ausstellung ihrer Werke einlud.

Ihre Tonskulpturen waren von nun an in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich zu bewundern.

Die beliebte und geschätzte Künstlerin Annemarie Hampel wird in aller Stille in Laufenburg beigesetzt werden. Dort fand schon ihr Ehemann, der vor vielen Jahren verstorben ist, die letzte Ruhestätte.