Mit einem ausgezeichneten Konzert begeisterten die drei Orchester des Handharmonikaspielrings Löffingen. Sie boten bei ihrem Auftritt ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm. Das Publikum in der voll besetzten Festhalle geizte nicht mit Applaus und war mit dem Konzert überaus zufrieden.

„Es sind die drei unterschiedlichen Orchester, welche die große Bandbreite zulassen“, so Vorsitzender Jörg Wider. So präsentierten die Jugendlichen in der vollbesetzten Festhalle die Pop-Rock-Variante, während das Konzertorchester sich an anspruchsvolle Literatur wagte und das Seniorenorchester mit klassisch-traditioneller Akkordeonmusik den gelungenen Konzertabend abrundete.

Waldemar Lang dirigiert zwei Ensembles

Seit nun 15 Jahren engagiert sich Waldemar Lang als Dirigent sowohl des Konzertorchesters als auch in der Jugendausbildung. Bei der Jugend zeigte sich der Ausbilder und musikalische Leiter zudem als Komponist des Stücks „Skafari“. Hierbei erhielt das Jugendorchester durch vier junge Spieler aus der Akkordeon–AG Unterstützung. Auch die übrigen Stücke wie „Following the Sun“ von Super Hi & Neeka, „Burn it Down“ von Linkin Park oder „Objection Tango“ von Shakira gefielen Jung und Alt.

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Premiere feierten Isabell Fricker und Hannah Knöpfle als Ansagerinnen des Konzerts. Mit dem Stück „Rocking Affair“ führte das Konzertorchester in die Welt von Pop und Rock. Es folgten „Hello Dolly“ aus dem bekannten Musical, die James-Bond-Titelmelodie „Live and Let Die“ sowie das lateinamerikanische Ständchen „Serenata“.

Das Konzertorchester serviert dem Publikum auch anspruchsvolle Musikliteratur und trägt zur bunten Vielfalt der Akkordeonmusik beim ...
Das Konzertorchester serviert dem Publikum auch anspruchsvolle Musikliteratur und trägt zur bunten Vielfalt der Akkordeonmusik beim Jahreskonzert bei. | Bild: Silvia Bächle

Danach begeisterte das Konzertorchester mit Filmmusik aus „Robin Hood“. Dieser Soundtrack entführte nach England ins zwölfte Jahrhundert und geizte nicht mit den bekannten Songs wie „Wild Times“ und „Everything I do“.

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Hatte man sich nun schon in Pop, Rock, Ballade, Klassik und Filmmusik präsentiert, so setzte das Orchester mit der Hommage an Herbert Grönemeyer noch einen bemerkenswerten Schlusspunkt. Bei Titeln wie „Männer“, „Mensch“ oder „Mambo“ konnte jeder im Publikum mit summen, ebenso wie bei den Zugaben „Hollywood“ Hills und „Über sieben Brücken“.

Querschnitt aus 40 Jahren

In die Mitte dieses Jahreskonzert nahm das „Jubiläumsensemble“ des Abends, das Seniorenorchester, auf die Bühne Platz. Dirigent Egon Oschwald, der seit 40 Jahren das Orchester leitet, hatte einen bunten musikalischen Querschnitt aus der 40-jährigen Vereinsgeschichte ausgesucht.

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Dabei setzte er auf Vielfalt, ob mit der Ouvertüre „Die Hochzeit des Harlekin“, dem Volksliederpotpourri oder mit „Memory“ aus dem Musical „Cats“. Den richtigen Nerv trafen die Musiker bei den beiden von Gottfried Hummel arrangierten Musikstücken „Böhmischer Traum“ und „Schwarzwald-Marie“. Dank des Göschweiler Musiktalents konnte man die Polka, die zum Repertoire fast jeder Kapelle gehört, ebenso wie den volkstümlichen Schlager in Akkordeonklänge umsetzen.

Ehrung für Gründungsmitglieder

Geehrt wurden die Gründungsmitglieder des Seniorenorchesters Marianne und Norbert Brugger, Bruno Meder, Ingrid Meßmer, Gertrud Sibold, Renate Schelb, Elfriede Schmid und Dieter Vierlinger. Sie gehören immer noch zum heute 18-köpfigen Ensemble. Vera Dill bekam für 30 Jahre Aktivität die DHV-Ehrennadel in Gold. Wahre HHS-Urgesteine sind Heinrich Wider und Egon Oschwald, die schon für ihre 60-jährige aktive Spielertätigkeit vom DHV ausgezeichnet wurden, ebenso Klaus Wider, der seit 50 Jahren aktiv ist.