Gertrud Lauble, geborene Wider, ist im gesegneten Alter von 91 Jahren in Seppenhofen verstorben. Die dreifache Mutter, siebenfache Oma und dreifache Ur-Oma war beliebt und für ihr großes ehrenamtliches Engagement bekannt. Sie wurde deshalb auch liebevoll die „Mutter des DRK“ genannt. Seit 1954 engagierte sie sich in der ehrenamtliche Rot-Kreuz-Arbeit, absolvierte 1957 einen Schwesternlehrgang und war mehrere Jahre als Bereitschaftsleiterin aktiv.

Bis ins hohe Alter sorgte Gertrud Lauble bei den Blutspendeterminen für Salate und war auch für ihre Backkünste bekannt. Die Verstorbene engagierte sich bei den Seppenhofer Landfrauen, wo sie bis zuletzt in der Strickgruppe aktiv war. Zusammen mit ihrem Ehemann Erich, den sie 1959 heiratete und der 2005 verstarb, war sie auch aktives Mitglied im Narrenverein Bachheim.

Ihre ganze Liebe galt ihrer Familie, der Tochter Sabine und den Söhnen Martin und Manfred mit deren Familien. Doch ihr Haus stand für Jedermann offen. Schon als junges Mädchen half sie in der großen Familie mit und war in der schwierigen Kriegs- und Nachkriegszeit im elterlichen Zimmergeschäft und in der Landwirtschaft von Julius und Emma Wider eine wichtige Stütze. Nach Anstellungen als Hausmädchen kehrte sie 1954 nach Seppenhofen zurück, um der Mutter nach dem Unfalltod des Vaters zu helfen.

In Stellung in Peterzell lernte sie ihren Erich kennen, der mit ihr 1970 nach Seppenhofen zog. Hier kümmerte Gertrud Lauble sich, neben ihrer Stellung bei Studer-Revox, aufopferungsvoll um ihre Mutter. Die Verstorbene war eine wissbegierige und offene Person. So interessierte sie sich bis zuletzt für das Weltgeschehen und sammelte Erfahrungen auf ihren Reisen.

Bei ihrem jüngsten Sohn, der das elterliche Haus in Seppenhofen übernahm, fand sie eine liebevolle Betreuung bis zu ihrem Tod. Am heutigen Samstag, 10. April, findet um 10 Uhr ein Seelenamt für Gertrud Lauble in der Löffinger Stadtkirche statt. Anmeldungen sind dafür nicht notwendig.