Die Stadt Löffingen reagiert mit einem Starkregen-Konzept auf sich häufende Unwetter, die durch unkontrolliert abfließendes Oberflächenwasser Überflutungen verursachen. Barbara Espenlaub vom Planungsbüro HPC aus Freiburg stellte dem Gemeinderat die Eckpunkte dieses Konzepts vor.

Das auf einem landesweit einheitlichen Verfahren basierende Starkregenrisiko-Managementkonzept soll die Überflutungsgefahr dokumentieren, frühzeitig Informationen zur Sensibilisierung der potentiell Betroffenen bereitstellen und bauliche Maßnahmen zur Eindämmung von Überflutungen projektieren. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen in den kommunalen Alarm- und Einsatzplan einfließen.

Analyse und Maßnahmen

Das Konzept umfasst drei Elemente: Eine Gefährdungsanalyse in Form einer Starkregen-Gefahrenkarte zeigt auf, wo sich Wasser sammelt und abfließt. Eine Risikoanalyse ermittelt gefährdete Objekte und Bereiche. Dazu fanden zwei Workshops unter Beteiligung von Landratsamt, Stadtverwaltung, Ortsverwaltungen, Feuerwehr und Bauhof statt.

Ein Handlungskonzept bereitet schließlich Informationen auf und skizziert organisatorische, technische und bauliche Maßnahmen, mit denen Überflutungen vorgebeugt werden kann. Auf dieser Basis wird die Stadt dann eine Prioritätenliste für die vorgeschlagenen Maßnahmen erstellen.

Löffingen mehrfach betroffen

Anlass für das landesweit nach einem einheitlichen Verfahren initiierte kommunale Starkregen-Risikomanagement ist die zunehmende Häufung von Unwettern, bei denen innerhalb kürzester Zeit riesige Wassermengen abregnen, die von der Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden können. In der Folge fließt Oberflächenwasser unkontrolliert ab und verursacht Überflutungen.

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Untersuchungen zufolge gehen rund 50 Prozent der Hochwasserschäden auf wild abfließendes Oberflächenwasser zurück. Auch Löffingen war in jüngerer Zeit mehrfach von Starkregen und Überflutungen von öffentlichen und privaten Flächen, Garagen und Kellern betroffen.