Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan „Tatzmania“ auf den Weg gebracht, der den bisherigen und in jüngster Zeit mehrfach geänderten Bebauungsplan „Schwarzwaldpark“ ablösen soll. Der Rat fasste nun einen sogenannten Aufstellungsbeschluss.

Hintergrund ist der 2017 erfolgte Eigentümerwechsel, mit dem eine durchgreifende Neugestaltung des Areals einhergeht, insbesondere, was die Gesamtkonzeption für Gebäude, angebotene Freizeitaktivitäten und den Tierbestand angeht.

Grünflächen liegen außerhalb der neuen Sondergebiete

Der neue Bebauungsplan sieht zwei Sondergebiete vor – eines für alle baulichen Einrichtungen des Freizeitparks, ein weiteres für das bestehende Hotel. Dadurch, erläuterte Planer Ulrich Ruppel, wolle man die künftigen Baugenehmigungsverfahren für Neubauten, insbesondere Fahrgeschäfte und Gebäude, beschleunigen.

Die Tiergehege als private Grünflächen, eine Waldfläche der Stadt Löffingen sowie die Parkplatzflächen für Besucher liegen außerhalb der beiden Sondergebiete.

Ortsvorsteherin hat Bedenken gegen höhere Fahrgeschäfte

Mit Ausnahme des bereits errichteten Freifallturms, der eine Höhe von 38 Metern aufweist, sollen die Fahrgeschäfte eine Maximalhöhe von 35 Metern nicht überschreiten. Dieser Aspekt veranlasste einige Stadträte, darunter Martin Lauble (CDU), Vergleiche zum Europapark zu ziehen und laut über eine weniger strenge Regelung für die Tatzmania-Fahrgeschäfte nachzudenken.

Das wiederum rief Dittishausens Ortsvorsteherin Annette Hilpert (ebenfalls CDU) auf den Plan. Sie befürchtete Lärmbeeinträchtigungen im Falle höherer Fahrgeschäfte und sah den Status Dittishausens als Höhenluftkurort gefährdet.

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Der Freifallturm und damit verbundene Lautsprecherdurchsagen sorgten schon jetzt für Beeinträchtigungen, meinte Hilpert. Planer Ruppel wies darauf hin, dass zumindest auf absehbare Zeit der derzeit gültige Rechtsrahmen keine höheren als die anvisierten Fahrgeschäfte mit 35 Metern ermögliche.

Finanziell kommen auf die Stadt Löffingen keine Belastungen zu: Die Kosten für Bebauungsplan und Umweltbericht sowie für etwaige Ausgleichsmaßnahmen übernimmt der Grundstückseigentümer.