Während immer mehr Gasthäuser schließen, hat im Löffinger Ortsteil Unadingen mitten in der Corona-Zeit eine neue Einkehrmöglichkeit geöffnet: Es ist „Kramers Stall“ in Undadingen, ein Gemeinschaftsprojekt der Familie Ketterer. Was als kleiner Familienbetrieb mit „Claudias Früchteküche„ begonnen hat, wurde nun um ein zweites Standbein erweitert. Die Entscheidung, den „Kramers Stall“ zu eröffnen, wurde im Familienrat der Ketterers getroffen.

Die Idee dazu geht allerdings auf viele Anfragen aus der Bevölkerung zurück: Warum man nur an Fasnacht, und nicht ganzjährig öffne? Wo Corona ansonsten eher für Stillstand sorgt, war die Krise in diesem Fall der Motor dafür, dass Ideen in die Tat umgesetzt wurden: Die 24-jährige Flugbegleiterin Lioba Ketterer, die ein Studium im Bereich Hotel- und Restaurantmanagement absolviert hatte, war Corona-bedingt zuhause und forcierte die Verwirklichung der Gastronomie-Pläne.

Die ganze Familie macht mit

Unterstützung in Sachen Speisekarte, Kochen und Servieren kommen auch von der 19-jährigen Luzia, die Food-Management studiert, und der 13-jährigen Schülerin Judith. „Gemeinsam haben wir die etwas andere Vesperkarte erstellt“, informiert die 49-jährige Hauswirtschafterin und Wirtin Claudia Ketterer. Der Fokus wurde dabei auf hausgemacht, regional und mit Verbindung zur Früchteküche gelegt.

Im Familienbetrieb sind auch die Männer aktiv: der 52-jährige Vater Hubert (Lacklaborant) und der 21-jährige Sohn Benedikt (Zimmermann) haben dem ehemaligen Stall, der bereits 2004 als Verkaufs- und Besucherraum kreativ umgebaut wurde, als „Kramers Stall“ die besondere Note gegeben. Schon vor der Tür lädt eine hölzerne Kuh an der Tränke zum Hereinkommen ein.

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Den ersten Schritt in die Selbständigkeit hatte Claudia Ketterer bereits 1999 gewagt. Als die Landwirtschaft unrentabel wurde, entschloss sich die Dorfhelferin, einen neuen Weg zu gehen. In der ehemaligen Milchküche kochte sie mit einfachen Geräten die ersten Fruchtaufstriche.