Mit großem Engagement verfolgt Dittishausens Ortsvorsteherin Anette Hilpert das Projekt Dorfladen, nachdem der einzige Lebensmittelladen Hilpert 2019 die Pforten geschlossen hat. Mit einem Team wollte man den Laden mit Vollsortiment auf genossenschaftlicher Basis reaktivieren, doch dieses Vorhaben verlief im Sand.

Bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats stellte Anette Hilpert das neue Konzept Dorfladen Dittishausen vor. Aus dem alten Milchhäusle soll ein Selbstbedienungsladen mit regionalen Produkten direkt vom Erzeuger entstehen. Mit diesem Konzept würden die enormen Kosten für das Personal wegfallen, die bei der erhofften Reaktivierung des Hilpert-Ladens sicherlich mit für das Aus gesorgt haben.

Das Dorfladen-Team mit Anette Hilpert, Marion Tröndle, Carole Rokoschoski, Dennis Trendle und Ute Kienzler hat das Milchhäusle bereits gereinigt und auf Vordermann gebracht. Viel Herzblut und großes Engagement steckt hinter diesem Vorhaben, Dittishausen mit seinen rund 900 Einwohnern täglich mit frischen Produkten zu versorgen und wieder einen Treffpunkt zu schaffen.

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Aus der 60 Quadratmeter großen ehemaligen Milchsammelstelle soll ein Selbstbedienungsladen mit regionalen Produkten direkt von den Erzeugern entstehen, die ihre Ware auf eigene Rechnung anbieten. Damit hätte die Milchsammelstelle auch ein Alleinstellungsmerkmal, welches vor allem durch die Öffnungszeiten zwischen 6 und 21 Uhr sowie sonntags mitbegründet wäre.

Die Idee hinter den langen Öffnungzeiten ist zum einen, Busnutzer auf dem Weg zu Schule oder Arbeit mit Brötchen und Getränken zu versorgen. Andererseits könnten spät angereiste Urlauber sich noch mit Lebensmitteln eindecken. Um dies zu gewährleisten, soll die Tür mit Zeitschaltuhr und Türöffner ausgestattet werden.

Konzept erfordert großen technischen Aufwand

Der Grundgedanke bei dem Projekt Dorfladen ist die Selbstbedienung. Hier könnten zumindest anfangs ehrenamtliche Helfer mit dabei sein – denn jeder Erzeuger bietet seine Ware auf seinem eigenen Regal an, für die Bezahlung werden dann auch eigene Kassen verwendet. Deshalb sollte auch ein Geldwechselautomat installiert werden, ebenso eine Überwachungskamera.

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Auf der 60 Quadratmeter großen Fläche sollen neben frischen Backwaren ergänzende Produkte wie Mehl, Korn, Flocken, Kartoffeln, Eier, Nudeln, Honig, Gemüse, Marmelade und einiges mehr die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sichern. Die Ideen des kreativen Teams zeigen sich in den ergänzenden Vorstellungen wie Buchausleiheregal, Adventskränze, Geranienmarkt oder auch Kooperationen mit Vereinen.

Damit wären die Rollen zwischen Erzeuger und Dorfladenteam klar verteilt. Die Erzeuger wären für ihre Waren verantwortlich. Das durch einen Förderverein getragene Dorfladenteam würde die Organisation von Laden und ehrenamtlichen Helfern sowie die Renovierung des Gebäudes übernehmen. Auch wäre es das Kontaktgremium zwischen Händlern, Kunden, Gemeinde, Zuschussstellen und Landratsamt.

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Das ganze Projekt steht und fällt mit der Gründung eines Fördervereins, der Zuschüsse aus den Programmen zu Entwicklung des Ländlichen Raums (ELR und Leader) beantragen oder von der Gemeinde Unterstützung bekommen könnte. Derzeit erarbeitet das Team eine Satzung.