Die Löffinger Friseurmeisterin Petra Tritscher kümmert sich stark um die Nachwuchsarbeit. Sie bildet aus und öffnet Praktikanten die „Salon-Tür“, um hinter die Kulissen eines vielfältigen Beruf zu blicken. Dabei kam die 53-Jährige selbst erst über den Umweg einer Umschulung in den Beruf, der für sie „der schönste der Welt“ ist.

Beruf leidet unter Nachwuchsmangel

Gerade wurde sie erneut zur stellvertretenden Obermeisterin der Friseurinnung Freiburg mit derzeit 80 Mitgliedern gewählt. Ihr Augenmerk auf den Friseurnachwuchs kommt nicht von ungefähr. „Leider hat auch unser Beruf unter Nachwuchsmangel zu leiden“, sagt sie. Die Gründe seien vielfältig. Sicherlich gehörten die Samstagsarbeit und das lange Stehen hinzu. Dabei gäbe es inzwischen Möglichkeiten wie Pumpstühle, um die Ergonomie zu verbessern.

Berufsbild ist vielfältiger geworden

Leicht vergessen werde, dass sich das Berufsbild vielfältiger geworden sei. Es gebe also viele Bereiche, um den jungen Leuten den Beruf „schmackhaft“ zu machen. In der dreijährigen Ausbildung gäbe es verschiedene Module älterer und neuer Art. Nicht verändert habe sich die Basis wie Dauerwelle, Wasserwelle oder der Fasson-Haar-Schnitt. Hinzu gekommen seien Module Haarverlängerung, Farbtechniken, Haarverdichtungen, Hochsteckfrisuren mit Einfügen eines Haarteils aber auch Nagelmodelagen und dekorative Kosmetik. Die Veränderungen passten sich der Gesellschaft stetig an.

Stärken lassen sich entwickeln

Innerhalb des Berufsweges ließen sich berufliche Stärken entwickeln. In ihrem dreiköpfigen Team ist es vor allem die Haarfarbe. Als Besonderheit in der Region wird im Salon „Strubbelpetra“ auf chemische Färbung sondern auf physikalische Farben eingesetzt. Das Haar wird so nicht aufgeraut und es wird kein Peroxid eingesetzt. Allerdings werde auch keine hundertprozentige Grauabdeckung möglich.

Hoher Hygienestandard werde bleiben

In der sechswöchigen Corona-Schließung hat sie kleinere Schönheitsreparaturen vorgenommen und sich mit neuen Ideen beschäftigt. Dabei gewinnt Petra Tritscher der Pandemie auch Positives ab. Denn der hohe Hygienestandard werde bleiben.