Die Trekking-Camps erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Besonders im Naturpark Schwarzwald, an Alb und Schluchtensteig ist dieses naturnahe Übernachtungserlebnis unter Sternenhimmel ein Abenteuer pur. Nach der Corona-Zwangspause sind nun auch die Schwarzwälder Trekking-Camps wieder geöffnet.

Übernachten in der freien Natur, unter Sternenhimmel und umhüllt von den Geräuschen des Waldes ist im Südschwarzwald in den Camps Windberg, Steinbruch und Felsenhalde möglich. Seit 2020 haben diese drei Camps im Landkreis Waldshut bei Menzenschwand, St. Blasien und Dachsberg geöffnet.

Bald soll im Südschwarzwald am Schluchtensteig ein viertes Trekking-Camp in Göchweiler dazukommen. Die ersten Vorbereitungen sind schon angelaufen, wie die Leiterin des Stadtmarketings Nina Schuhmacher, informiert.

Camps liegen abseits und sind nur spartanisch eingerichtet – und genau so soll es auch sein

Das besondere dieser Trekkings-Camps: Sie liegen abseits der Ortschaften, spartanisch eingerichtet, bieten dafür aber ein Naturerlebnis pur. „Ideal ist hier das ehemalige Göschweiler Schwimmbad“, sagt Ortsvorsteher Manfred Furtwängler. Dieses liegt am Rand der Wutachschlucht.

Auf dem geplanten Camp hat der Bauhof schon eine Feuerstelle eingerichtet, das Gelände wurde von Manfred Furtwängler mit Enkel Nicolas entsprechend hergerichtet und auch das Holz liegt schon bereit. Nun fehlt nur noch das kleine hölzerne Kompost-Toilettenhäuschen, auch hier hat der Bauhof das Fundament schon gebaut.

In Göschweiler ist alles vorbereitet

„Es gab Holz-Lieferschwierigkeiten, wir wissen nicht, wann das WC-Häuschen kommt.“ Auf jeden Fall sei man vorbereitet, auch ein Zaun zur Abgrenzung des Bade-Beckens stehe.

Das Trekking-Abenteuer könnte also bald auch in Göschweiler an den Start gehen. Die kalkulierten Kosten in Höhe von 11.720 Euro werden durch Fördergeld für den Naturpark mit 60 Prozent bezuschusst.

„Ein völlig neues Naturerlebnis“

Das Camp selbst soll Übernachtungsmöglichkeiten für drei kleinere Zelte bieten. Wasser und Verpflegung bringen die Wanderer mit, der Müll muss wieder mitgenommen werden, Strom gibt es auch nicht.

„Die Gäste können nicht nur beim Wandern die Natur erleben, sondern auch beim Übernachten. Ein völlig neues Naturerlebnis“, so Nina Schuhmacher. Die Trekkings-Camps böten authentische Naturerlebnisse, ohne die teils empfindliche Flora und Fauna des Schwarzwaldes zu belasten, erklärt Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturparks Südschwarzwald.

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„Gerade in Corona-Zeiten waren unkontrolliertes Querfeldein-Wandern und wildes Campen im Wald eine echte Belastung für die Natur. Dank der Camps werden die Wandernden in verträgliche Bahnen gelenkt und über die Initiative ,bewusst wild‘ darüber informiert, wie sie wildtierverträglich in der Natur unterwegs sein können.“

Die Trekking-Camps – im Nordschwarzwald gibt es bereits sieben zwischen Baden-Baden und Freudenstadt – sollen, so das längerfristige Ziel, engmaschig über den gesamten Schwarzwald geknüpft werden