Ihre Vorstellungen von einem sogenannten Coworking Space auf dem ehemaligen Studer-Revox-Areal an der Talstraße skizzierten die beiden Unternehmer Andreas Ortlieb und Jörg Willmann von der Business Arena Hochschwarzwald bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das dreigeschossige Mehrzweckgebäude biete rund 5000 Quadratmeter Nutzfläche. Hinzu komme ein rund 4000 Quadratmeter großes Außenareal mit rund 120 Parkplätzen und zwei E-Ladestationen.

Ab Sommer 2022 würden in dem Mehrzweckgebäude rund 1500 Quadratmeter zur Verfügung stehen, die bislang noch als Übergangsdomizil für den Schulverbund Löffingen dienen. Dort könnten laut Andreas Ortlieb, die für Coworking Spaces typischen Einrichtungen wie Sitzungszimmer, Aufenthaltsbereiche und Gemeinschaftsküche, Großraum-, Team- und Gruppenbüros entstehen. Im angrenzenden Bereich des Erdgeschosses finde sich Platz für eine Werkstatt und weitere technische Einrichtungen.

Eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Business Arena Hochschwarzwald ihr Vorhaben, in Löffingen einen Coworking Space zu errichten, zur Umsetzung bringe, ist ein klares Bekenntnis der Stadt zum Standort an der Talstraße. Diesen Aspekt brachten Ortlieb und Willmann unmissverständlich zur Sprache. Mehr als ein Coworking Space sei in Löffingen nicht sinnvoll, das Bahnhofsgebäude scheide aufgrund seines sehr überschaubaren Flächenangebots aus.

Gemeinderäte sehen große Chancen in dem Projekt

Das Meinungsbild im Gemeinderat fiel überwiegend sehr positiv aus. FDP/FW-Fraktionschef Rudolf Gwinner sprach von einem „überzeugenden Konzept“, mit dem die Business Arena Hochschwarzwald einen Coworking Space in Löffingen an den Start bringen wolle. Auch CDU-Stadtrat Martin Lauble war voll des Lobes: „Wir können uns glücklich schätzen, dass Unternehmer in Löffingen über den Tellerrand schauen und aktiv ein regionales Netzwerk für den gesamten Hochschwarzwald knüpfen wollen“, meinte er.

Bei einem Standortvergleich zwischen Bahnhofsgebäude und dem Areal an der Talstraße schneide letzteres geradezu prädestiniert für einen Corworking Space ab. Er könne sich das Talstraßenareal als Location für die nächste Leistungsschau sehr gut vorstellen, brachte Lauble eine mögliche Veranstaltung ins Spiel.

Frage nach dem Betreiber ist noch ungeklärt

Auf die Frage von SPD-Stadtrat Dieter Köpfler, wer eigentlich als Betreiber des Coworking Space agieren werde, fielen die Antworten von Andreas Ortlieb und Jörg Willmann etwas vage aus. Eine Option für ein Betreibermodell sei ein Verein, meinte Willmann. Klar sei angesichts des Aufgabenspektrums, das von der Vermarktung bis zu administrativen Tätigkeiten reiche, dass ein oder mehrere „Kümmerer“ erforderlich sein werden, führte Ortlieb aus.

Wenn man allein die zu vermarktende Fläche in Relation zum Bedarf beziehungsweise der zu erwartenden Nachfrage bringe, sei das Projekt Coworking Space aus ihrer Sicht in jedem Fall „sehr ehrgeizig angelegt“, meldete sich FDP/FW-Stadträtin Isabell Meßmer zu Wort. Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Tobias Link, dem Präferenzen für das Bahnhofsgebäude als Coworking-Standort nachgesagt werden. Das Projekt „Coworking Space an der Talstraße“ sei sehr ambitioniert. Er hoffe, das es auf nachhaltiges Interesse stoße und langfristig Erfolg haben werde, betonte der Bürgermeister.