Weder der Nikolausmarkt noch die Sportlerehrung werden dieses Jahr in Löffingen stattfinden. Grund dafür sind die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, zu denen Hygiene- und Abstandsregelungen sowie die Kontaktverfolgung zählen.

Vor diesem Hintergrund stimmte der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung einem Vorschlag der Stadtverwaltung zu und befürwortete damit die Absage der beiden Veranstaltungen.

Immerhin: Anstelle des Nikolausmarktes in seinem traditionellen Zuschnitt soll ein „corona-konformes“ Veranstaltungsformat realisiert werden, das sich Nina Schuhmacher, Leiterin des Amtes für Stadtmarketing, Tourismus, Kultur und Sport, einfallen lassen hat.

Diese Vorgaben hätten umgesetzt werden müssen

Schuhmacher skizzierte zunächst, welche Maßnahmen zu ergreifen gewesen wären, damit der Nikolausmarkt entsprechend der derzeit geltenden Regelungen hätte stattfinden können:

Das Marktgebiet müsste abgesperrt und Einlasskontrollen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass sich nur die zugelassene Höchstzahl von 500 Besuchern auf dem Gelände befinden. Zudem müsste ein Sicherheitsdienst eingesetzt werden, der die Überwachung der Abstands-, Masken- und sonstigen Hygieneregelungen übernimmt.

Die Besucher müssten in einem Einbahnstraßensystem über den Markt geleitet werden, um größere Ansammlungen zu vermeiden. Auch die Ausgabe von Essen und Getränken müsste so organisiert werden, dass die Bildung größerer Menschengruppen vermieden wird.

„Diese Vorgaben widersprechen dem Charakter unseres Nikolausmarktes, der sich in erster Linie an die Bürger der Stadt Löffingen und der Ortsteile richtet, mit dem Ziel, einen Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit zu schaffen und ein geselliges Zusammenkommen zu ermöglichen“, stellte Bürgermeister Tobias Link fest. Dieser Sichtweise schloss sich der Gemeinderat an und befürwortete die Absage des Nikolausmarktes einstimmig.

Marktstände am Hexenbrunnen

Zustimmung erfuhr die Idee von Nina Schuhmacher. Sie schlug vor, in der Vorweihnachtszeit zwei oder drei städtische Marktstände am Hexenbrunnen aufzustellen und diese tageweise an Vereine und andere Organisationen zu vermieten, um so eine „Corona-konforme“ Begegnungsstätte zu schaffen. Die Details zur Umsetzung sollen nun ausgearbeitet werden.

Kaum Wettkämpfe, keine Sportlerehrung

Auch die Sportlerehrung in der Löffinger Festhalle ist abgesagt. Zum einen lasse sich laut Bürgermeister Link auf Basis der Corona-Vorgaben kein würdiger Rahmen schaffen. Zum anderen hätten die Sportvereine die Rückmeldung gegeben, dass aufgrund der Corona-Pandemie kaum Wettkämpfe stattgefunden hätten und die Sportler daher auch kaum zu ehrende Ergebnisse erzielen konnten.

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