Bevor sich der Vorhang an der Bühne heben wird, gibt es noch viel zu tun. Zwar laufen die Proben schon seit Ende der Schulferien, doch inzwischen ist die „heiße Phase“ angebrochen mit täglichen Proben. Während der Text schon sitzt, gilt es nun den Feinschliff herauszukitzeln. Erstmals übernehmen dies Sybille Löffler und Martina Kaltenbrunn, die damit das Überleben dieser Kulturveranstaltung gesichert haben.

Als Petra Schonhardt und Gerda Winterhalder ihren Regie-Rücktritt erklärt hatte, stand für die beiden Neuen fest, dass das Kinder und Jugendtheater (KiJuThe) nicht sterben dürfe – zumal ihre Kinder als Schauspieler ebenfalls auf der Bühne stehen.

Neuland für Martina Kaltenbrunn

Die 42-jährige-Informatikerin Sybille Löffler konnte bereits drei Jahre Erfahrungen im Regie-Trio sammeln, für die 46-jährige Sonderschullehrerin Martina Kaltenbrunn dagegen ist es Neuland. Doch schnell hatte man nicht nur das richtige Bühnenstück ausgesucht, sondern auch der Draht zu den jungen Akteuren gefunden.

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Wie schon bei den Vorgängern, die vor 15 Jahren das KiJuThe aus der Taufe hoben, geht es in Göschweiler nicht nur um eine reine Kriminal-Komödie, sondern diese wird als Musical aufgepeppt. Der Göschweiler Komponist und Musik-Allrounder Gottfried Hummel hat sechs passende Songs komponiert und getextet, die er mit der seit 2019 bestehenden KiJuThe-Band präsentiert.

Inhalt so spannend wie verworren

„Ein Mords-Spaß“, so heißt der Krimi von Marc Siebentritt. Der Inhalt ist so spannend wie verworren, denn Werner, der Autor, soll im Auftrag seiner Chefin Edina ein Theaterstück schreiben. Während die Chefin auf Mörder, Leichen, Piraten und Polizisten steht, so liebt Werner Hamlet, Hofnarr, Gärtner und lustigen Sachen. Wenn wundert‘s. Ales wird zusammengemischt, gemixt, geschüttelt und gerührt und schon purzelt die Kriminal-Komödie auf die Göschweiler Theaterbühne.

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Das Stück in vier Akten ist also alles andere als langweilig oder vorhersehbar. Nein ganz im Gegenteil und ein Stück Realität ist natürlich auch mit dabei. So geht es auch um Integration und Toleranz; Liebe und Freundschaft dürfen bei allen „Morden“ nicht fehlen.

Die Älteren geben den Jüngeren Tipps

Die Mischung unter den Akteuren sei einfach toll, erklärt Kaltenbrunn. Dabei gäben die erfahrenen Schauspieler auch Tipps an die Newcomer, ergänzt Löffler. Angelina Baader steht bereits seit elf Jahren auf der KiJuThe-Bühne. Die 19-jährige und Marius Bernauer sind die Ältesten, Jule Kaltenbrunn mit elf Jahren die Jüngste. Neu im Souffleusen-Kasten ist die 13-jährige Luisa Hoog.