Eigentlich wäre am 17. Dezember Bescherung des Löffinger Wunschbaums angesagt. Um diese zu entzerren, haben Marita Moosmann und Karola Sneberger ein Konzept entwickelt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Die Geschenke, die über den Tafelladen Neustadt gewünscht wurden, wurden dorthin gefahren. Gesammelt wurden auch die Geschenke für die Flüchtlinge, die nun über eine Flüchtlingshelferin verteilt werden. Für alle übrigen der 80 Wünsche wurden telefonische Kontakte hergestellt.

Alle Wünsche können erfüllt werden

Wer in Löffingen wohnt und keine Abholmöglichkeit hat, dem wird das Weihnachtsgeschenk auch vor die Türe gestellt. „Wir haben sehr viele hilfsbereite und spendenfreudige Bürger“, freut sich Marita Moosmann. Mit dem gespendeten Geld können nun alle Wünsche erfüllt werden. Angefangen von Kinderkleidung, Kaffee, Windeln, Pflegeartikeln bis hin zu Gutscheinen für Friseur, Drogerie oder Apotheke. Oder die gewünschten Weihnachtsbrötle können auf dem Gabentisch stehen, da viele Löffinger Bäckerinnen zusätzlich Weihnachtsbrötle zum Verschenken gebacken haben.

Auch Begleitung für Spaziergänge ist gefunden

Erfreulicherweise habe auch der Wunsch einer älteren Dame erfüllt werden können, die um eine Begleitung für Spaziergänge gebeten hatte, so Marita Moosmann.

Zu Beginn dieser Wunschbaumaktion sah es mau aus. Spendenwillige gab es genug, doch die Wunschkarten gingen nur spärlich ein. Dies sei nach Einschätzung der Organisatoren wohl auch coronoabedingt, denn gerade ältere Bürger wagten sich kaum noch in die Öffentlichkeit. Erst nach der kurzfristigen Einbeziehung des Tafelladens in Neustadt trafen weitere Karten ein.

Zahl der Wunschzettel bleibt gleich

Es könnte auch sein, dass die Menschen beim Tafelladen eine kleinere Hemmschwelle zu überschreiten haben als in Weltladen oder Tourist-Info, obwohl auch hier die Anonymität gewahrt ist. Durch die Pandemie hatte man eigentlich ein größeres Interesse erwartet. „Kann sein, dass sich dies erst im nächsten Jahr auswirkt. Die 80 Wunschkarten entsprechen dem Ergebnis der letzten Jahre“, so Marita Moosmann.