In der 100-jährigen Geschichte mit derzeit 113 Wohnungen und einem Anlagevermögen von 5,3 Millionen Euro liegt der Fokus der Löffinger Baugenossenschaft seit 1996 nicht auf Neubau, sondern auf energetischer Modernisierung, aber auch auf gesellschaftlicher Verantwortung. Ein Jahr zuvor war Elektromeister Werner Adrion in den Vorstand gewählt worden. Mit dem Aufsichtsrat setzte er sich durch und ersetzt im Bauverlauf des Wohnblocks die Öl-Heizung gegen eine moderne Gas-Brennwertheizung.

Diese energetische Modernisierung wurde ab dieser Zeit dem Neubau vorgezogen. Die undichten Fenster wurden durch Isolierglasfenster und Verbundisolierungen ersetzt, die überdimensionierten Öl-Heizungsanlagen durch vorwiegend Brennwertanlagen, dazu kam die Sanierung der sanitären Einrichtungen, Bodenbeläge und Balkone. Am Jahresende verzeichnete die Baugenossenschaft zwar einen einmaligen Jahresverlust von 41.000 Euro, doch diese Maßnahmen waren richtig, wie sich heute zeigt.

Einmaliger Jahresverlust zahlt sich aus

Dieses Umdenken zeigt sich auch in der Rötenbacher Straße, hier wurden 2017 neueste energetische Erkenntnisse umgesetzt mit Fußbodenheizung und dezentraler Raumlüftung. Heute sind alle Wohnblocks ans Nahwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen, im Sommer wird die Überschusswärme der Biogasanlage Wiggert vorwiegend zur Warmwasserbereitung verwendet, im Winter werden bei Bedarf Pelletanlagen mit rund 260 Kilowatt eingesetzt.

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Eine enge Verbundenheit besteht mit der Stadt. So hat die Baugenossenschaft 2004 den Wohnblock-Abriss in der Fürstenbergstraße verhindert, als der heruntergekommene städtische soziale Wohnblock übernommen und grundsaniert wurde. Den Grundstückspreis zeichnete die Stadt als Mitgliedsanteile, die Baugenossenschaft gab die mittelfristige Mietpreiszusage von vier Euro pro Quadratmeter. 2012 erfolgte die Übernahme des Stadtbaus und der früheren Arztpraxis Dr. Hecht. Und durch Sanierung und Ausbau einer Arztpraxis mit Liegendaufzug wurde die ärztliche Grundversorgung gesichert.