Die Corona-Pandemie hat einen wahren Wanderboom in den drei Schluchten um Bachheim ausgelöst. Tagestouristen kamen aus ganz Süddeutschland, an Pfingsten war es besonders chaotisch. Die Autos standen am Straßenrand und in den Feldern, ein Durchkommen war teilweise kaum möglich.

„Da mussten wir einfach handeln um die Situation zu entschärfen“, informierte Ortsvorsteherin Petra Kramer. So wurde der Festplatz als Parkplatz ausgewiesen. „Am ersten Tag parkten über 100 Autos und 15 übernachteten“, so Ortsvorsteherin Petra Kramer.

Toiletten und Müll verursachen Arbeit

Ab Pfingstmontag wurden die Toiletten in der Drei-Schluchten-Halle geöffnet. Für die Reinigung musste sogar eine zusätzliche Reinigungskraft von der Stadt eingestellt werden, die am Wochenende täglich vier Mal und auch unter der Woche jeden Tag im Einsatz war. Aufgrund der vielen Besucher mussten auch die Mülleimer ständig geleert werden „Sigfried Wolf war schon morgens unterwegs, um alles sauber zu machen und die Mülleimer zu leeren“, so Petra Kramer.

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Der große Besucheransturm war für die Gemeinde mit Mehrkosten verbunden, angefangen von der Reinigungskraft bis hin zu den vermehrten Containerwechsel. Mittelfristig, so regte Petra Kramer an, solle man sich die Frage stellen, ob man hier nicht eine Parkgebühr einführen könnte. Auch an einen Wohnmobilstellplatz denkt die Ortsvorsteherin.

Viele kommen mit der Bahn

Erfreulicherweise kämen viele Besucher mit der Bahn, freute sich der Ortschaftsrat. Es zeige sich aber auch, dass nicht alle Wanderer optimal ausgerüstet seien. Außerdem werde immer wieder beobachtet, dass Wanderer spät abends mit dem Zug ankommen um dann noch in die Schlucht zu gehen und dort zu übernachten.

Da viele Wanderer mit dem Zug ankommen und der Weg zur Halle gerade mal 20 Minuten dauere, solle man sich überlegen ob der Wanderbus überhaupt noch benötigt werden, sagte Petra Kramer. Es sei zumindest diskussionsbedürftig, ob man hier sparen und das Geld für mehr Fahrten zur Schattenmühle verwenden könne. Bei aller Freude über den Wanderboom müsse man sich allerdigns auch die Frage stellen wie man diesen mit dem Naturschutz verbinden könne.

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