Der Löffinger Schwarzwaldpark hat einen neuen Besitzer: Er ist nun in den Händen der Familie Braun, die auch den renommierten Steinwasenpark in Oberried betreibt. Mit dem Verkauf ist nicht nur die Zukunft des Löffinger Freizeit- und Tierparks gesichert, sondern auch die des Raubtierhofs Walliser. Bereits am Karfreitag wird der Löffinger Schwarzwaldpark unter neuer Regie seine Pforten öffnen.

Großes Raubtiergehege

„Ich bin sehr glücklich“, erklärte gestern Tiertrainer Christian Walliser. Seine sieben Tiger und vier Löwen werden im Sommer von ihrem derzeitigen Domizil an der alten Stadtsäge in ein großes Raubtiergehege in den Schwarzwaldpark umziehen. Auf einer Fläche von drei Hektar werden die Großkatzen ein neues Revier bekommen. Damit wird der Schwarzwalpark zumindest eines der größten Großkatzengehege in Europa haben. Derzeit laufen die umfangreichen Arbeiten schon.

Eingebunden in das neue Zuhause der Großkatzen ist nicht nur Christian Walliser, sondern auch ein Fachtierarzt einer Großkatzenanlage, um gemeinsam für die Walliser Tiere eine anspruchsvolle Tierlandschaft zu gestalten.
"Das Großkatzengehege soll so konzipiert werden, dass die Besucher die Tiere, trotz größter Sicherheitsmaßnahmen, ohne Gitter anschauen können", erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Rüdiger Braun.

Seine Tochter Isabell, sie wird für Löffingen zuständig sein, betonte weiter: "Somit können die Besucher auch zuschauen, wie mit den Tieren gearbeitet wird“. Nicht nur das Platzproblem, sondern auch die tiergerechte Haltung, Versorgung und Beschäftigung ist für den leitenden Regierungsdirektor Fritz G. Ramsaier (vom Landratsamt (Gesundheit und Versorgung) sehr wichtig. „All dies wird im neuen Tiergehege optimal sein“, erklärte er. Im Sommer soll der Umzug der sieben Tiger und vier Löwen erfolgen.

Suche nach der Lösung

Meine Aufgabe war es, für die Wallisers und die Raubkatzen eine gute Lösung zu finden“, unterstrich Ramsaier, dessen Verhandlungsgeschick nun zu einem guten Ende geführt hat. Seiner Moderation sei es zu verdanken, dass sich alles so gut geklärt habe, betonte auch Matthias Fetterer, Sprecher des Landratsamts. Hätte der Verkauf des Schwarzwaldparks an den Steinwasenpark nicht geklappt, so hätte er noch weitere Optionen – wenn auch nicht so gute – in seiner Tasche gehabt.
 
Dabei stand er auch immer mit den Tierschutzorganisationen im Kontakt. Nach einer Lösung, die Wallisers im Städtle zu halten und auch den Schwarzwaldpark zu retten, hatten auch Unternehmer Georg Willmann (WST) und der Löffinger Architekt Jürgen Köpfler gesucht. "Nicht lamentieren, sondern etwas tun", war ihre Devise. So knüpften sie die Kontakte zur Rüdiger Braun vom Steinwasenpark.

Neue Attraktionen

Ein klares Ziel haben die neuen Betreiber. „Der Löffinger Schwarzwaldpark soll neben dem Badeparadies ein zweiter großer touristischer Magnet in der Region werden“. Auf einer Fläche von 44 Hektar soll ein attraktiver Tier- und Freizeitpark entstehen. "Allerdings nicht als Konkurrenz des Steinwasenparks, sondern als weiteres Angebot mit anderen Tieren und Fahrgeschäften. Die Tierwelt exotisch und mit dem jetzigen Stand gepaart. Die jetzigen Fahrgeschäfte entsprechend weder der Sicherheit noch dem Trend, erklärten Rüdiger und die Töchter Isabella und Valeria Braun. Deshalb werde alles abgebrochen und neue Fahrgeschäfte installiert. "Auch die Gastronomie wird eine Modernisierung und Erneuerung erfahren", kündigte Patrick Hassler an, der in Löffingen die Betriebsleitung übernimmt.

Eröffnung

Der Name bleibt, der Betreiber wechselt und damit auch die gesamte Struktur des Schwarzwaldparks Löffingen. Modern, ansprechender, zeitgemäßer, attraktiver und sicherer wird der neue Schwarzwaldpark, der von Braun-Wildlife“ (Steinwasenpark) vom bisherigen Besitzer Ottfried Reichle gekauft wurde. Seit Ende der 1960-er Jahre ist der Schwarzwaldpark in Löffingen angesiedelt. Nach einer gründlichen Reinigung werden die geschäftsführende Gesellschafterin Isabell Braun und Betriebsleiter Patrick Hassler den Schwarzwaldpark am Karfreitag, 14. April, wieder eröffnen. Ab vier Jahre kann jeder Besucher für zehn Euro alles genießen, was es hier gibt, angefangen vom Kinderparadies bis hin zu den Tierfütterungen. Geöffnet ist der Park immer von 10 bis 17 Uhr.