Voller Stolz informierte der sechsjährige Jakob seine Kindergartenfreunde über die Arbeit auf dem Hof. Doch in erster Linie galt die Aufmerksamkeit der Kinder den Tieren. Jakob und Vater Wolfram hatten extra noch Heu gerichtet, damit die kleinen Besucher die Kälbchen und Muttertiere füttern konnten. "Das ist unser Bulle Fritz", erzählte Jakob und zeigte dabei ohne Scheu und Angst auf das Tier. "Warum hinkt denn der", fragte die kleine Fanny. "Das ist unser Bulle Ferdinand, der hatte bis vor kurzem noch einen Gips", wusste Jakob zu berichten.

Vater Wolfram hatte die genau Erklärung. Der junge Bulle hatte sich doch tatsächlich den Fuß gebrochen. Üblicherweise bedeutet dies das Todesurteil für die Tiere. Doch der Agraringenieur beschloss, zusammen mit dem Tierarzt einen Versuch zu wagen und dem Tier einen Gips anzulegen. "Sechs Wochen blieb der Gips dran", so Mutter Eva Wiggert, damit der Bruch gut verheilen konnte. Dies sei nicht einfach, da das Tier immerhin 500 Kilogramm auf die Waage bringt. Das Glück war den Wiggerts auf dem Haslachhof hold, zwar hinkt Ferdinand immer noch ein wenig, doch der Fuß ist gut verheilt und er kann nun nach und nach seiner Arbeit wieder nachgehen.

Auf dem Haslachhof stehen 100 Hinterwälder-Rinder, davon 40 Mutterkühe mit ihren Kälbern. Diese durften sich über viele Streicheleinheiten der Kinder freuen. Der Haslachhof von Wolfram und Eva Wiggert öffnet für die Kinder immer wieder die Pforten, auch in der Ferienzeit kommen immer wieder Kinder und Jugendgruppen vorbei. "Sonntags ist unser Hof gerade bei Familien mit kleinen Kindern ein beliebtes Ziel für den Spaziergang. Unser Stall ist immer offen und Interessierte sind herzlich willkommen", so das Landwirte-Ehepaar