Die katholische Pfarrgemeinde Löffingen lädt am kommenden Sonntag, 15. September, zur Wallfahrt zum Witterschneekreuz ein. Eine Tradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht und Löffingen als Wallfahrtsort geprägt hat. Zwar gibt es heute nicht mehr so viele Gläubige wie damals, trotzdem soll diese Wallfahrt auch in Zukunft Bestand bleiben.

Pfarrer Eggstein berichtete im 18. Jahrhundert von rund 1000 Pilgern an Sonn- und Feiertagen, die teilweise 20 Stunden Fußmarsch auf sich nahmen, bis sie in Löffingen ankamen. Früher gab es sogar eine getrennte Frauen- und Männerwallfahrt, die im Jahr 2001 zusammengeführt wurde. Damals kamen noch 400 bis 500 Pilger, davon ist man heut weit entfernt.

Die Löffinger Wallfahrt beginnt am 1. Mai mit der Fahrzeugweihe. Dieser Gottesdienst, sowie auch die montäglichen Wallfahrtsgottesdienste, sind mit 80 bis 100 Gläubigen immer gut besucht. Auch als Hochzeitskirche ist die Witterschneekirche ein beliebter Ort. Immer wieder sind auch vereinzelte Wallfahrtsgruppe von Donaueschingen bis Bonndorf hier anzutreffen. Nicht wenige Ausflügler machen gerne einen Stopp in der eindrucksvollen Wallfahrtskirche.

Eine Aufwertung bekam die Wallfahrtskirche durch die neue gegründete Pfarrei Löffingen Heilig Kreuz. Das Patrozinium des Schneekreuzes Kreuzerhöhung wird bereits am Samstag, 14. September, um 19 Uhr mit dem Festgottesdienst in der Löffinger Stadtkirche gefeiert.

Die Wallfahrt am Sonntag, 15. September, beginnt um 13.30 Uhr mit dem Rosenkranz, der aufgrund des Schienenersatzverkehrs schon in der Wallfahrtskirche oder auf dem Kreuzweg beginnt. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr am Stationenweg. Die Predigt wird von Pfarrer Arno Zahlauer aus Hinterzarten gehalten. Das Thema lautet „Mein Gott warum?“. Die Wallfahrtspredigt mit anschließender Andacht und Segen beginnt um 14 Uhr.