Das Baarstädtchen Löffingen feiert ein ganzes Jahr lang seine erste urkundliche Erwähnung vor 1200 Jahren. Nach den beiden Open-Air-Konzerten und dem Bürgerfest mit Zapfenstreich steht nun schon der nächste Höhepunkt an, der historische Mittelaltermarkt vom 31. August bis zum 1. September am Bittenbachgelände.

  • Reise in die Vergangenheit: Zwei Tage lang wird das Mittelalter wieder aufleben, eine Zeit, in der die Geburt stunde von Löffingen liegt. Es ist eine Zeit der dunklen Epochen mit Krieg, Unterdrückung und Pest oder auch ein Zeitalter der wegweisenden Entwicklung mit dem Erblühen der Städte und dem Aufstieg durch Handel und Handwerk.
  • Die mittelalterliche Stadt: Es war Graf Heinrich zu Fürstenberg, der die Stadt Löffingen anlegte, die nicht aus dem Dorf Löffingen wuchs. Die Städte hatten früher mehr Privilegien, Löffingen allerdings nur zwei, sie mussten keine Hühner an Fastnacht und Weihnachten abgeben und keinen Frondienst leisten. In Löffingen blühten einst der Markt, der Handel und das Handwerk. Diesen Blick in das historische mittelalterliche Marktgeschehen werden über 50 Marktaussteller, Feuerritter, Tänzer, Falkner, Akrobaten, Musiker und Gaukler lebendig machen. „Die Besucher sollen in das mittelalterliche Spektakel eintauchen“, sagt Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke. Er verspricht eine Zeitreise an den Ständen mit altem Handwerk wie Steinmetzarbeiten, Perlenweben, Zinngießen, Filzen, Kerzenziehen und vieles mehr.
  • Mitmachen ist angesagt: Nicht nur zuschauen, sondern aktiv mit dabei sein, heißt das Motto in Löffingen. Dieses Angebot gilt vor allem für die kleinen Besucher. Die Ritter und Burgfräuleins sind zur Edelsteinschatzsuche aufgerufen, sie können Wappen bemalen, Bogenschießen, im Märchenzelt spannende Geschichten erleben oder in der Knappenschule Kettenhemden anprobieren.
Die Mäuselotterie kam in Reislefingen gut an, ob diese auch zum Mittelalterfest nach Löffingen kommt?
Die Mäuselotterie kam in Reislefingen gut an, ob diese auch zum Mittelalterfest nach Löffingen kommt? | Bild: Gerold Bächle
  • Tavernen: Die Bauern im Mittelalter hatten hauptsächlich Getreideprodukte zu essen, gelegentlich Fleisch von Schweinen, Ziegen, Schafen und Hühnern. Das Jagen war dem Adel vorbehalten. Die wichtigsten Getränke waren neben Wasser Bier, Wein und Met, von denen oft sehr viel getrunken wurde. Met (Honigwein) ist wohl das älteste alkoholische Getränk, es wird beim Mittelaltermarkt in den Tavernen mit traditionellen Gerichten, die über dem Feuer gekocht werden, ausgeschenkt.
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  • Heerlager, Magier und Gaukler: Zum historischen Mittelaltermarkt werden Musiker und Gaukler, Spielleute und Fahnenschwinger, Falkner, tapfere Ritter, edle Burgfräuleins, zünftige Handwerker, ehrbare Händler, Mägde und Knechte erwartet. Im Heerlager warten die Ritter, die hoch zu Ross Ritterschaukämpfe bieten. Die Falknerei war im Mittelalter sehr populär und auch dies können die Gäste bei der Greifvogelschau hautnah miterleben. Mittelalterliche Klänge, wie einst Walther von der Vogelweide, Minnegesang und auch der mittelalterliche Tanz, dürfen in diesem facettenreichen Leben des Mittelalters nicht fehlen. Eine Feuershow wird den Samstag beenden, am Sonntag wird es ein ganzes Spektakel zum Ausklang geben.