Neue Weichen hat der Schulverbund Löffingen mit dem Kooperationsvertrag mit WST, einem Hersteller von Fräs- und Drehteilen, gestellt. Den Schülern möchten das Unternehmen und die Schulleitung damit einen größeren und intensiveren Einblick in das Berufsleben ermöglichen. Ganz bewusst setzen die Beteiligten dabei auf außerschulisches Fachwissen.

  • Weshalb die Zusammenarbeit? Ziele der WST-Kooperation: Die Ziele dieser Kooperation, so Rektorin Silke Keller und Konrektorin Sibylle Streibel, seien klar gesteckt und eine Win-Win-Situation. So profitierten die Schüler in ihrer Berufsorientierung, die Schule von Fachwissen der Unternehmen und WST bei der Auszubildenden-Suche. Den Schülern (ab diesem Jahr auch die Realschüler) werde eine angemessene Praxisbegegnung ermöglicht, um ein realistisches Bild von verschiedenen Berufsbildern und Qualifikations-Anforderungen aufgezeigt.
Der Koopertationsvertrag zwischen Schulverbund und WST ist perfekt (von links): Rektorin Silke Keller, Guido Hensler, Sibylle Streibel, Viola Kaltenbach, Nikolas Skrabel und Tobias Köhler.
Der Koopertationsvertrag zwischen Schulverbund und WST ist perfekt (von links): Rektorin Silke Keller, Guido Hensler, Sibylle Streibel, Viola Kaltenbach, Nikolas Skrabel und Tobias Köhler. | Bild: Silvia Bächle
  • Kooperation mit der Arbeitsagentur: Vor den Sommerferien hat der Löffinger Schulverbund einen Kooperationsvertag mit der Agentur für Arbeit unterzeichnet. Auch hier gab es schon zuvor einen intensiven Austausch mit der der Werkrealschule, nun wurde auch die Realschüler mit ins Boot genommen.
  • Neuer Bildungsplan: Der neue Bildungsplan sieht eine Wirtschafts-, Berufs- und Studienorientierung vor. Diese beginnt in der Klassenstufe 7 und intensiviert sich jedes Jahr bis Schulende. Schon bisher gab es auch mit WST eine intensive Verbindung, die ist nun per Vertrag aber nachhaltig festgezurrt. Da WST sowohl technische als auch kaufmännische Berufe anbietet, ist der Gewinn für die Schüler und die Schulen sehr groß, ist übereinstimmend von beiden Seiten zu hören.
  • Geplante Aktivitäten: „Wir freuen uns, sehr jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, bei uns verschiedene Berufe anschauen zu können“, so der Leiter der WST-Akademie, Nikola Skrabl, bei der Unterzeichnung. Die Aktivitäten der Kooperation werden in den Klassen 7 bis 10 durchgeführt, informierten Viola Kaltenbach und Jürgen Kleiser (kaufmännische und technische Ausbilder). Dabei denkt man schon an einen möglichen Ausbau und eine Vertiefung der Partnerschaft. Die Achtklässler haben die Möglichkeit, einmal jährlich eine Betriebsbesichtigung bei WST zu besuchen. „Eine echte Bereicherung“, beurteilt Techniklehrer Guido Hensler die Tatsache, dass die Schüler die top eingerichtete Ausbildungswerkstatt von WST sowohl im theoretischen als auch praktischen Unterricht nutzen können. Umgekehrt werden die WST-Experten in den Unterricht kommen, um in den Klassen 9 und 10 Impulsvorträge zu halten. „Berufsorientierte Veranstaltungen des Unternehmens werden in den Unterricht der Schule mit eingebaut“, so Silke Keller. Ferienjobs und Betriebspraktika stehen den Schülern außerdem zur Verfügung.
  • Elektronisches Schulheft: Die neuen Fünftklässler partizipierten als Erste von der Kooperation. Alle 61 Schüler bekamen von Violoa Kaltenbach und Jürgen Kleiser einen USB-Stick überreicht. Wolfgang Löchle und Guido Hensler appellierten an die Schüler, dieses elektronische Schulheft für alle Fächer zu nutzen. „Die Größe reicht bis zur Mittleren Reife“, so die beiden Lehrer. Mit diesem USB-Stick können die Schüler die Aufgaben, die im Computerraum getätigt wurden, Zuhause fortsetzen. Dies war bisher nicht möglich.