Die faszinierende Welt der Insekten stand umfangreich auf dem Lehrplan der Sechstklässler. Diese Thematik nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch unter die Lupe zu nehmen, hatte sich Lehrerin Corinne Knittel gemeinsam mit ihren Schülern zum Ziel gesetzt. Damit die Schüler die Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling direkt erleben und beobachten konnten, hatte Corinne Knittel zehn Distelfalterraupen aus einer Zucht bestellt, die von den Schülern umsorgt werden mussten. „Die Faszination der Schüler war unglaublich, wie schnell die Raupen wuchsen und wie wunderschön goldgänzend die Puppen aussahen“, informiert die Lehrerin. Doch am Schönsten sei es gewesen, zu sehen, wie aus den Puppen tatsächlich filigrane Schmetterlinge schlüpften. Gemeinsam wurden die Schmetterlinge in Löffingen vor dem Schulhaus in die Natur entlassen.

Auch den Bienen wurde ein großes Themenfeld gewidmet und hier stand der Besuch im Lehrbienenstand bei Oskar Bier an. Oskar Bier ist ein wahrer Kenner der Bienen. Mit viel Wissenswertem und auch so mancher Anekdote begeisterte er die Schüler. Am Ende gab es für die Besucher noch ein kleines Glas Honig, das teilweise schon auf dem Weg zurück in den Schulverbund verspeist wurde.

Als drittes großes Thema widmete sich Corinne Knittel mit den Sechstklässlern den Ameisen und dem Ameisenvolk. Zu Beginn besuchten die 60 Schüler mit Unterstützung der Eltern den Ameisenpfad in Rötenbach. Nach der Wanderung durch die Rötenbachschlucht und den Krebsgraben wurden fünf verschiedene Versuche auf dem Wegrand durchgeführt. „So beobachteten wir zum Beispiel, dass sich Vergissmeinnicht-Blüten roa verfärben, wenn sich Ameisen mit Ameisensäure zur Wehr setzten. Interessant war es auch zu sehen, dass Ameisen eher Wurst und Apfelschnitze bevorzugen und nicht das Stück Würfelzucker“, so Corinne Knittel. Sämtliche Beobachtungen wurden protokolliert und später im Unterricht besprochen. „Diese Insektenerlebnis wird den Schülern wohl noch lange in Erinnerung sein“, hofft Corinne Knittel. Auf jeden Fall werden die Jugendlichen die Welt der Insekten mit anderen Augen sehen und dem sich allgemeinen gegen dasm Insektensterben aktiv einsetzen. Oskar Bier hatte es trefflich gesagt: „Wir brauchen die Natur – die Natur uns nicht“.