Nicht durchsetzen konnte sich die SPD-Fraktion bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mit ihrem Vorschlag, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Georg Mayer zum ersten Stellvertreter des Bürgermeisters zu wählen. Meyer sei zum einen Stimmenkönig und es sei Tradition, den Stimmenkönig zum ersten Stellvertreter zu wählen, meinte SPD-Stadtrat Dieter Köpfler. Zum anderen könne Mayer als „Kernstädter“ die Rolle eines direkten Ansprechpartners für die Einwohner der Kernstadt übernehmen und damit eine ähnliche Rolle übernehmen wie die Ortsvorsteher in den Ortsteilen. Zudem seien, so Köpfler weiter, Mayers Kompetenzen unbestritten.

Das sahen Fraktionssprecher von CDU und FDP/FW anders. Es gelte nicht das „Stimmenkönig-Motto“, sondern das Prinzip „Die stärkste Fraktion stellt den ersten Bürgermeisterstellvertreter“, stellte CDU-Sprecher Manfred Furtwängler fest. Die FDP als stärkste Fraktion habe darauf verzichtet, einen Kandidaten für die Wahl zum ersten Bürgermeisterstellvertreter vorzuschlagen und unterstützte den CDU-Kandidaten Martin Lauble, der als Reiselfinger Ortsvorsteher auch Verwaltungserfahrung mitbringe, beruflich in der Kernstadt verankert sei und deshalb auch von den Einwohner der Kernstadt direkt ansprechbar sei. FDP-Sprecherin Andrea Burger bestätigte die Unterstützung ihrer Fraktion für Martin Lauble.

Die Wahl des ersten Bürgermeisterstellvertreters erfolgte dann auf Antrag von Dieter Köpfler (SPD) geheim und ging mit 15 Ja- und acht Nein-Stimmen sowie zwei Enthaltungen zugunsten Martin Laubles aus. Zur zweiten Bürgermeisterstellvertreterin wählte der Gemeinderat ebenfalls in geheimer Abstimmung bei einer Enthaltung und mit 24 Ja-Stimmen Isabel Meßmer. Dieter Köpfler wurde auf Vorschlag von Georg Meyer zum dritten Bürgermeisterstellvertreter gekürt und vom Gremium bei zwei Enthaltungen mit 23-Ja-Stimmen gewählt.