Wie künftig der Löffinger Friedhof einmal aussehen soll, können die Bürger aus erster Hand bei einer Informationsveranstaltung erfahren. Das neue Friedhofskonzept soll am Donnerstag, 11. Juli, der Bevölkerung vorgestellt werden. „Ein Konzept zur Verbindung von Tradition und Moderne soll auch die Bevölkerung mit einbeziehen, die aktiv an der Feinplanung mitwirken kann“, sagt Bürgermeister Tobias Link. Das Konzept haben die Friedhofsexperten des Unternehmens Weiher bekanntlich dem Gemeinderat im Mai vorgestellt. Nun wird der Geschäftsführer Tobias Weiher zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Tim Kaysers bei Planstatt Senner die zielgerichtete Friedhofsentwicklung der Bevölkerung präsentieren und die Moderation der Diskussion übernehmen. Die Idee und Ziel des „FH 2050“ ist es, heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der Stadt Löffingen gerecht zu werden.

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„Unsere Friedhofskultur befindet sich im Umbruch – ein Umdenken ist erforderlich“, so Tobias Link. Das bisherige Friedhofskonzept stoße an seine Grenzen. Nicht nur die Sterbefälle werden sich durch den demografischen Wandel erhöhen und neue Anforderungen unterschiedlicher Interessengruppen stiegen. Der Friedhofsmasterplan soll in vier Schritten zum Erhalt der Friedhofskultur beitragen. So soll zunächst der Ist-Zustand ermittelt werden, gefolgt von der Bedarfsermittlung, der Strategieentwicklung und dem Masterplan. Dieser soll für die nächsten 30 bis 35 Jahre dann Bestand haben. Themen werden auch die Erweiterung des Bestattungsangebotes, Verbesserung der Begehbarkeit und Reduktion von Barrieren, Erleichterung der Grabpflege, Verbesserung der Aufenthaltsqualität, aber auch die Bewahrung traditioneller Grabformen sein.

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Der Friedhof Löffingen stößt an seine Grenzen, der Platzmangel ist offensichtlich und der Platz ist durch die Friedhofsmauer eingeschränkt. Derzeit liegen die Urnenbestattungen noch bei 40 Prozent, eine Steigerung auf 70 Prozent wird prognostiziert. Der Strategietag brachte schon viele Gedanken, welche ins Friedhofskonzept eingearbeitet wurden. Mehr Sitzmöglichkeiten, barrierefreie Wege und Zugänge zu den Gräbern, Begrünung und Optimierung der überschatteten Flächen stehen auf der Gestaltungsseite. Ein großes Thema ist die Sanierung der Kapelle, die mehr Platz für Aussegnungsfeiern vor der Kapelle benötigt. Auch die Bestattungsangebote wurden kritisch unter die Lupe genommen, angefangen von alternativen Angeboten bis hin zu neuer pflegeleichten Grabangeboten wie Stelen und Baumgräber.

Die Bürgerinformation findet am Donnerstag, 11. Juli, um 19 Uhr im Saal der Tourist-Info statt.