Das Neujahrskonzert ist auch eine Präsentation der Musikerjugend. "Während das Jugendblasorchester schon einige Erfahrungen mitbringt, war es für die Hälfte des Vororchesters eine Premiere", informierte Leiterin Annalena Groß. Vorfreude und Lampenfieber hätten sich abgewechselt. Auch sie hatte mit den Nachwuchsmusikern sich der jüdischen Musik angenommen und eröffnete das Konzert mit "Falafel". Bekannt ist dies als vegetarisches israelisches Gericht, gewürzt mit Chili und Koriander. Nicht weniger "schmackhaft" war die musikalische Variante. Mit seiner Posaune in Szene setzte sich Julian Binder mit dem "Trombo Mambo". Scheinbar ganz unaufgeregt zeigte er sich beim Solo, welches er sogar wiederholen musste. Erst nach der Zugabe von "Turbo Rock" durfte das Vororchester, das erste Orchester nach zwei bis drei Ausbildungsjahren, von der Bühne.

Unverkennbar die Klasse des Jugendblasorchesters, das seit jüngster Zeit von Iris Gojowczyk geleitet wird. Die 40 Musiker im Alter zwischen 13 und 18 Jahren stehen musikalisch in den Startlöchern fürs symphonische Blasorchester. Auch hier hatte die Dirigentin sich den jüdischen Klängen verschrieben. Mit "Hanukkah Holiday" präsentierten sie drei traditionelle jüdische Volkslieder, die auch den Geist der Weihnachtszeit einfingen. Dieser unverkennbare Charakter der jüdischen Klänge war auch bei "Shalom Chaverim" zu hören.

Auch Iris Gojowczyk wagte sich auf das Gebiet der Klezmer Musik. Mit "Klezmania" von Jacob de Haan wurden die Musikklänge des Balkans mit orientalischen Einflüssen direkt nach Löffingen gebracht. Jacob de Haan hat mit seinem Werk einen einzigartigen Stil komponiert, der auch die Zigeunermusik erkennen lässt. Dabei legte der zeitgenössische niederländische Komponist und Musiker das bekannte hebräische Lied "Hava Nagila" seiner Komposition zu Grunde. Als Zugabe präsentierte das Jugendorchester den Popsong "Shut Up and Dance" von "Walk the Moon".