Eine echter Blickfang ist die neue Hütte an der Halfpipe in Löffingen. Es ist die erste Aktion des Sommerferienprogramms des Jugendraums mit Stefanie Gutenkunst und Emanuel Kaufmann. Die beiden Jugendsozialarbeiter haben sich nicht nur etwas Großartiges einfallen lassen, sondern trafen bei den Jugendlichen mit ihren Plänen auch voll ins Schwarze.

  • Ideenfindung: Bereits im März hatten die Jugendlichen die Umgestaltung des Skaterparks mit dem Aufbau einer Hütte gewünscht. Nach der Zustimmung der Stadt, das Projekt wurde vom städtischen Budget für Jugendarbeit finanziert, und dem Planentwurf von Jörg Ganter vom Stadtbaumamt konnte es nun los gehen. Stefanie Gutenkunst und Emanuel Kaufmann hatten gemeinsam die Projektumsetzung in der Hand.
Beim Graffiti-Workshop wird die neue Löffinger Hütte beim Skaterpark in ein kleines Kunstwerk verwandelt (von links): Justin Mader, Jano Löffler, Miro May, Miguel Strittmatter, stehend Emanuel Kaufmann, Eugenia und Viktoria Genova und Fabian Bielefeld.
Beim Graffiti-Workshop wird die neue Löffinger Hütte beim Skaterpark in ein kleines Kunstwerk verwandelt (von links): Justin Mader, Jano Löffler, Miro May, Miguel Strittmatter, stehend Emanuel Kaufmann, Eugenia und Viktoria Genova und Fabian Bielefeld. | Bild: Gerold Bächle
  • Bauhütten-Projekt: Insgesamt nahmen 25 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 20 Jahren an diesem Projekt teil. „Jeder auf seine Art und Weise“, informierte stolz Stefanie Gutenkunst und Emanuel Kaufmann ergänzte „eine tolle Aktion“. Jeden Tag waren 15 bis 20 Helfer an der Baustelle, teilweise sogar am Wochenende, bis nach einer Wochen die Hütte stand. Ganz nach dem Motto „dabeisein ist alles“ wurde koordiniert, gebaut und auch für die hungrigen Handwerker gekocht. „Es steckt mächtig viel Arbeit hinter dieser Hütte“, so unisono die beiden Sozialarbeiter. Erfreulich sei die Teamarbeit, welche hier die Jugendlichen geleistet haben. Nach dem Aufbau der Hütte wurden Paletten-Möbel zum Sitzen gebaut.
  • Graffiti-Workshop: Aus der Holzhütte ist dank der Kreativität und Unterstützung des Graffiti-Künstlers Fabian Bielefeld ein echter Hingucker geworden. Der Graffiti-Künstler aus der Schweiz ist im Baarstädtchen kein Unbekannter, nun trägt auch die neue Hütte seine Handschrift. Zehn Jugendliche haben gemeinsame mit dem Künstler die Hütte im Comicstil gestaltet. Auf die Außenwand kam Sponge Bob, auf die Vorderseite Figuren aus der Serie Family Guy und in die Hütte die Familie Simpson. Doch bevor es ans Sprayen ging, Fabian Bielefeld hatte alles grob vorgezeichnet, hieß es für die zehn Jugendlichen zwischen elf und 14 Jahren Schutzmasken und Handschuhe anzuziehen. 17 Farbdosen wurden für das Projekt benötigt. Der 36-jährige „Pase“, so der Künstlername von Fabian Bielefeld hatte auch beim Hüttenprojekt für Begeisterung bei den Jugendlichen gesorgt und gezeigt, gen dass Graffiti Kunst und keine Schmiererei ist. Im Jugendraum selbst und an mehreren Stellen im Städtle sind seine Graffitis zu sehen.
  • Viele Helfer: Ohne die großartige Unterstützung wäre die Realisierung sicherlich nicht möglich gewesen, so Steffi Gutenkunst. Angefangen von Christian Heizmann und dem Bauhofteam für den Transport und Logistik, Hausmeister Rainer Vetter für sein Fachwissen, dem FC Löffingen für den Pavillon, der Metzgerei Butsch für die Würste, sowie Frank Wider für das Brot beim Grillfest und auch für den Strom und mehr. Die Firma Formesse stiftette die Paletten für die Möbel.