Letztmals trat das Löffinger Stadtparlament bei seiner jüngsten Sitzung in alter Besetzung zusammen, bevor sich der neu gewählte Gemeinderat konstitutierte, und Bürgermeister Tobias Link die neuen und wiedergewählten Stadträte auf ihr kommunales Ehrenamt verpflichtete. Dann setzte das große Stühlerücken ein und die ausgeschiedenen Stadträte machten ihre Plätze am Ratstisch für die neu gewählten Mandatsträger frei.

  • Zuschnitt: Bürgermeister Tobias Link, der kraft Amtes dem Gremium vorsteht und stimmberechtigt ist, nicht mit eingerechnet, verfügt der neue Gemeinderat über 24 Sitze. In der vorangegangenen Legislaturperiode waren es, bedingt durch eine höhere Zahl an Ausgleichsmandaten, noch 26 Sitze. Stärkste Fraktion ist die FDP/FW mit neun Stadtratsmandaten. Ebenfalls auf neun Sitze, darunter zwei Ausgleichsmandate, kommt die CDU. Die SPD ist mit sechs Sitzen im Gemeinderat vertreten.
  • Die Neuen: Wenn der Gemeinderat ein Autoreifen wäre, würde man angesichts der großen Zahl neu in das Gremium gewählter Stadträte glatt von einer Runderneuerung sprechen. Gleich neun Mandatsträger rücken erstmals an den Ratstisch, mit einem Stadtrat gibt es nach einer rund dreijährigen Pause ein Wiedersehen. Olga Ritscher, Isabell Meßmer, Axel Fehrenbach und Jürgen Dinger sind die brandneuen Gesichter in der FDP/FW-Fraktion, mit Rudolf Gwinner kehrt ein langjähriger Stadtrat nach einer schöpferischen Pause wieder zurück in den Kreis der FDP/FW-Stadträte. Petra Kramer, Regina Hasenfratz und Wolfram Wiggert haben seit Neuestem mit CDU-Fahrkarte Sitz und Stimme im Gemeinderat. Die beiden Neuen in der SPD-Fraktion sind Jens Fischer und Siegfried Sauer.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Alte Bekannte: Weiterhin dem Gemeinderat gehören für FDP/FW Andrea Burger, Elmar Fehrenbach, Andreas Hugel und Paul Wolber an. Manfred Furtwängler, Rudolf Heiler, Annette Hilpert, Martin Lauble, Werner Marx und Marlene Müller-Hauser sind wieder für die CDU im Einsatz. Anette Heiler, Dieter Köpfler, Georg Mayer und Joachim Streit ziehen erneut für die SPD ins Stadtparlament ein.
  • Sprecherrollen: Neu in die Funktion als FDP/FW-Fraktionssprecherin schlüpft Andrea Burger. Sie folgt auf Werner Adrion, der dem Gemeinderat zwanzig Jahre lang angehörte und ebenso lange als Fraktionssprecher agierte, bei den jüngsten Kommunalwahlen den Sprung ins Stadtparlament aber nicht mehr schaffte. CDU-Fraktionssprecher bleibt Manfred Furtwängler, die SPD-Sprecherrolle übernimmt wieder Georg Mayer.
  • Die Ausgeschiedenen: Mit Werner Adrion (FDP/FW), Harry Bächle (FDP/FW), Bernd Behnke (CDU), Adelheid Bürkle (CDU), Sebastian Butsch (FDP/FW), Willy Frey (CDU), Walter Kessler (FDP/FW), Jürgen Kuttruff (CDU), Beate Lubrich (SPD), Inge Sibold (SPD) und Oliver Wehrle (SPD) gehören insgesamt elf teils sehr lang gediente Stadträte dem neuen Gemeinderat nicht mehr an und wurden von Bürgermeister Tobias Link sowie den Fraktionssprechern Andrea Burger (FDP/FW), Manfred Furtwängler (CDU) und Georg Mayer (SPD) mit Dankesworten und Präsenten verabschiedet.
  • Der Bürgermeister: „Elf teils sehr lang gediente Stadträte verlassen den Gemeinderat. Damit steht das Gremium vor einem großen personellen Wandel, mit dessen Größenordnung ich vor der Kommunalwahl nicht unbedingt gerechnet hätte“, meinte Bürgermeister Tobias Link. „Sie haben Herausragendes zum Wohl der Stadt Löffingen und ihrer Bürger geleistet. Dafür gebührt Ihnen großer Dank“, wandte sich Link nicht nur an die elf ausscheidenden Stadträte, sondern an den gesamten Gemeinderat in seiner Besetzung der jetzt zu Ende gegangenen fünfjährigen Legislaturperiode seit 2014. Gehe man „schwäbisch-zurückhaltend gerechnet“ von einer durchschnittlich vierstündigen Dauer der Gemeinderatssitzungen aus, hätten die Stadträte bei 20 Sitzungen jährlich in fünf Jahren 400 Stunden aufgewendet.