Dittishausen – 12 000 Kilometer liegen zwischen Dittishausen und Hawaii, eine große Entfernung und ein noch größerer Sprung als Sportler, einmal beim Hawaii-Triathlon dabei zu sein. Dieses sportliche Ziel vor Augen hat Laurin Wehrle aus Dittishausen, der gerade mit seiner Triathlon-Karriere angefangen und den ersten Höhepunkt als Sieger in seiner Altersklasse in Heilbronn erlebt hat.

  • Erster großer Sieg: Stolz ist nicht nur der 18-jährige Gymnasiast Laurin Wehrle, sondern auch all sein Freunde und Familie, den ersten großen Sieg im Triathlon mit olympischen Disziplinen in seiner Altersklasse gewonnen zu haben. Doch es ist weniger dieser Sieg, noch mehr zählt das Ergebnis, denn unter den 612 Startern, darunter auch zahlreiche Profis, landete am Ende Laurin Wehrle auf Rang zwölf mit einer Gesamtzeit von 2:11 Stunden. Der Sieger kam 17 Minuten vor Laurin Wehrle ins Ziel. Dies ist umso erstaunlicher, nachdem die olympische Disziplin den Triathleten zuvor eine Schwimmstrecke von 1,5 Kilometer, eine Radstrecke von 38 Kilometer und zehn Kilometer Lauf abverlangte.
  • Vorbereitung: Einen solchen Wettkampf zu bestreiten, erfordert eine disziplinierte Vorbereitung. „Trainiert wird nach einem strikten Trainingsplan“, informiert die sportliche Mutter Petra Vetter. Nichts werde dem Zufall überlassen und da die ganze Familie hinter dem Sporttalent steht, fuhr die Familie vor dem Thriathlon in die Toskana, damit Sohn Laurin ordentlich trainieren konnte. „Mir wäre dies zuviel“, erzählt der elfjährige Bruder Milan, der viel lieber kickt. Trotzdem ist er der größte Fan von Laurin. Jeden Tag sei sein Bruder über 100 Kilometer mit dem Rad durch die Berge gefahren. „In der heißen Phase gibt es nichts anderes als trainieren“, ergänzt der begabte Sportler Laurin. Auch wenn kein Wettkampf ansteht, heißt es täglich zwei bis drei Stunden trainieren, da geht es schon mal ins Waldbad, um 400 Meter zu schwimmen und anschließend noch schnell 40 Kilometer zu radeln, oder zuerst acht Kilometer laufen und dann 15 Kilometer mit dem Rad. Nur mit dem Essen habe er noch keinen richtigen Plan, informiert der sympathische Sportler, der zwar nicht mehr auf jeder Party am Abend mit seinen Freunden anzutreffen ist, doch diese stehen voll hinter ihm.
  • Ausrüstung: Neben einem guten Training und einem erfahrenen Betreuer in der Person von Peter Schartel-Weber vom Gesundheitszentrum Feldberg, bedarf es auch einer guten Ausrüstung. Für das Hobby ihres Sohnes investieren die Eltern Petra Vetter und Oliver Wehrle nicht nur eine Menge Geld, sondern opfern auch ihre Freizeit. „Wir sind echt froh dass Laurin nun den Führerschein hat und selbst fahren kann“, sagen die Eltern, die bisher für das Sporttalent mehrmals pro Woche auch lange Strecken auf sich genommen haben. Die Ausrüstung ist ebenfalls kostspielig, so kosten alleine die beiden Räder rund 10 000 Euro. Erst jüngst bekam Laurin das neue Carbon-Rennrad mit elektrischer Schaltung für die Scheibenbremsen, damit die Bremsstrecke minimalst ist. Dazu kommen dann noch Laufschuhe, Radschuhe, Triathlonanzug, Neoprenanzug und dazu noch die Trainingslager.
  • Nächste Ziele: Bereits am 22. Juli steht eine weitere Herausforderung an, ein Triathlon in Freiburg auf olympischer Distanz. Dazwischen liegen Wettkämpfe mit kleineren Strecken „um sich fit zu halten“, so Laurin.