Alle zwei Jahre bricht in Dittishausen das Rennfieber aus, wenn das Leiterwagenfest ansteht. Ein Spektakel für die mitmachenden Teams, aber auch für die zahlreichen Zuschauer im Ortskern. Das Ereignis wird in diesem Jahr erstmals mit einem Oldtimertreffen aufgewertet. Am Sonntag, 23. Juni, fällt der Startschuss für das siebte Leiterwagenrennen im Löffinger Ortsteil.

  • Ideengeber: Diese Idee zum Dittishauser Leiterwagenrennen brachten der damalige Ortsvorsteher Georg Rieple und der damalige Verkehrsvereinsvorsitzende Karlheinz Rontke mit von ihrem Besuch in Eppelheim. „Wir vertraten den Ferienort Dittishausen am dortigen Stadtfest“, erinnert sich der heutige Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke. Der Kontakt kam durch Inge Burck aus Eppelheim (bei Heidelberg) zu Stande, die viele Jahre ihren Urlaub in Dittishausen verbrachte. Sie hatte auch den Kontakt zum dortigen Bürgermeister Dieter Mörlein hergestellt. Bei diesem Stadtfest gab es auch ein Leiterwagenrennen mit den Partnerstädten, über eine große Strecke. Georg Rieple und Karlheinz Rontke waren von diesem Rennen so begeistert, dass für sie klar war „ein solches Rennen muss auch nach Dittishausen„.
  • 2008 Premiere: Im Jahr 2008 fand dann die Premiere des Leiterwagenrennens in Dittishausen statt. Natürlich nicht in einer solchen Länge als in Eppelheim, dafür mit einigen Hindernissen. „Die Verletzungsgefahr sollte gering, dafür der Spaßfaktor sehr hoch sein“, so Rontke. Die Aufgaben des sechsköpfigen Teams sind variabel. Weinfässer oder Strohballen, müssen etwa auf- und abgeladen werden. Geschick erfordert auch der Ab- und Wiederanbau der Deichsel. Während die sechs Teammitglieder auch noch die Strecke vom Rössle bis zur Linde vor dem Verkehrsverein und wieder zurück laufen müssen, thront auf dem Wagen die Leiterwagenqueen. Der Leiterwagen von Georg Rieple selbst wiegt mit den Heuballen über 300 Kilogramm. Vor seinem Tod war es der Ortsvorsteher persönlich, der den Leiterwagen zum Rennen herrichtete. Das Rennen erfordert Taktik, Teamgeist, Geschick, Kondition und Schnelligkeit.
  • Miss Leiterwagen: Seit Beginn wird nicht nur das schnellste Team ausgezeichnet, sondern auch Miss Leiterwagen gekürt. Dabei ist egal, wer im Outfit steckt, die Leiterwagenqueen muss auffallen. Natürlich gehört der Strohballen-Catwalk barfuß ebenso dazu, wie manch andere bäuerliche Qualität. Miss Leiterwagen wird dann mit Schärpe und Krönchen gekürt.
  • Kinderrennen: Nicht nur die Erwachsenen sollen auf ihre Kosten kommen, sondern auch die Kinder. Mit einem kleinen Leiterwagen geht es in zwei Gruppen über den Parcours, Kinder zwischen sechs und zehn Jahre und die Teenager zwischen 11 und 15 Jahren.
  • Die Akteure: Das Leiterwagenrennen wird gemeinsam von der Ortsverwaltung und dem Verkehrsverein organisiert. Fast alle örtlichen Vereine sind beim Rennen beteiligt, zu dem auch auswärtige Gruppen kommen, wie seit Jahren das Team der Südtiroler-Schwarzwald-Slovenen aus Eisenbach. Am Ende locken Preise. Der Sieger bekommt einen Reisegutschein im Wert von 500 Euro, der Zweitplatzierte darf sich über eine Brauereibesichtigung mit Umtrunk und Imbiss für 15 Personen freuen und der dritte Preis ist ein Essensgutschein im Wert von 100 Euro. Dazu gibt es Wanderpokale.
  • Oldtimertreffen: Ein weiteres Highlight ist das Oldtimertreffen. Gefragt sind Autos, Motorräder und Traktoren, die mindestens 30 Jahre alt sind. Um 10 Uhr werden die Oldtimer erwartet, ab 13.30 Uhr wird eine Jury die Fahrzeuge bewerten, um 15.45 Uhr wird die Pokalverleihung stattfinden.