Die Grillhütte an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Unadingen und Dittishausen sollte zum Ausruhen und Verweilen einladen. Allerdings ist der Zustand der Hütte, die im Volksmund Sängerhütte genannt wird, nicht mehr optimal und der Ortschaftsrat hat schon mehrfach eine Aufwertung vorgeschlagen. Im Haushalt 2019 wurden bereits 20 000 Euro eingestellt, um diese Grillhütte an der Mauchach, vor der imposanten Aubrücke, wieder optisch aufzubessern. Der ehemalige Ortsvorsteher Bruno Kramer hatte bei der Silvesterversammlung vorgeschlagen, die Sängerhütte Richtung Aubrücke zu versetzen. Eine neue komfortablere Grillhütte könnte so an einem sonnigeren Platz realisiert werden. Da dieser von der Straße nicht direkt zu sehen ist, wäre er vielleicht auch vor Rowdys sicher, wie sein Nachfolger Elmar Fehrenbach damals erklärte.

Die Mauchach, die hier direkt vorbeifließt, ist ein kleiner Zufluss zur Gauchach. An ihr entlang zu wandern, hat seinen ganz besonderen Reiz. Im Mauchachtal befand sich bis ins 16. Jahrhundert der Ort Mauchen, der vermutlich nach der Pest aufgegeben wurde. Heute erinnert eine Tafel an den Ort, der bereits 1150 schriftlich erwähnt wurde. 1354 wird sogar eine Filialkirche Mauchen im Verzeichnis Bistum Konstanz genannt. 1321 hat das Kloster St. Blasien zwei Höfe hier in Mauchen.

1440 gab es hier so viele männliche Untertanen wie in den Orten Unadingen, Bachheim und Reiselfingen zusammen, kann man der Tafel entnehmen. Sie wurde 2013 aufgestellt, die Fakten recherchierte der mittlerweile verstorbene Heimatforscher Emil Ketterer.

1465 verlieh Graf Heinrich zu Fürstenberg dem Dorf Muchen „mit allem außer dem Wildbann oder der Jagd und das hohe oder Blutgericht an den Herrn von Almshofen zu Immendingen„ ist auf der Tafel zu lesen. 1506 wird das Dorf Muchen letztmalige genannt, als Graf Wolfgang von Fürstenberg es an den Herrn Philipp von Alsmhofen zu Immendingen verleiht. Zwischen 1506 und 1513 dürfte der weit auseinandergezogene Ort wohl einem Hochwasser zum Opfer gefallen sein. 1513 verkaufte die Witwe von Philipp von Alsmhofen das Dorf Unadingen samt Muchen und Grünburg an den Grafen Wilhelm zu Fürstenberg.

Während heute in den Sommermonaten die Mauchach bis zur Sängerhütte versickert, dürften früher hier durch die Wasserkraft der oberen Gauchach und der Mauchach mehre Mühlen angetrieben worden sein.