Die Löffinger Sozialdemokraten ziehen nach den Gemeinderatswahlen mit sechs Sitzen in den Löffinger Gemeinderat ein. Hier hätte man sich mehr erhofft, vor allem auch mehr Frauen in den Gemeinderat, so Vorsitzender Dieter Köpfler bei der Hauptversammlung. Problematisch sei gewesen, da die Liste nicht in allen Ortsteilen besetzt werden konnte. Erfreulich sei, dass der Fraktionsvorsitzende Georg Mayer mit 2699 Stimmen Stimmenkönig wurde. „Es müsste klar sein, dass er dann auch zum ersten Bürgermeisterstellvertreter gewählt wird“, forderte Kreisrat und Ehrenbürger Norbert Brugger. Er wurde erneut in den Kreistag gewählt.

Bei den Neuwahlen wurde die 32-jährige Schauspielerin Mia Sanner in Abwesenheit zur neuen Kassiererin gewählt. Als neue Beisitzerin fungiert die 43-jährige Verena Müller, sie wird sich vor allem der Jugend annehmen, die keineswegs die Politikverdrossenheit wie die Erwachsenen aufweise. Deshalb möchte Norbert Brugger eine Kreistagssitzung ins Baarstädtchen holen. Als Vorsitzender wurde Dieter Köpfler bestätigt, als zweiter Vorsitzender Joachim Streit und als Schriftführerin Kerstin Straetker-Vogt. Aus dem Vorstand zurückziehen wird sich Günter Schelb, der seit 52 Jahren der SPD angehört und seit 2013 die Kasse führte.

Mayer berichtete über die Gemeindepolitik, die einige großen Brocken vor sich habe. Vor allem die Sanierung des Realschul-Gebäudes, doch auch die Maienlandstraße benötige dringend eine Sanierung, ebenso die Eggertenstraße. Offen sei noch das Verkehrskonzept für die Stadt, die Pflastersteine in der Kirchstraße sorgten immer wieder für Probleme, in den Ortsteilen fehlen genügende Anbindungen an die Stadt und auch der Borkenkäfer im Stadtwald mache Probleme. Dafür habe man mit Tatzmania einen Glücksfall gelandete, so Georg Mayer. Dieter Vierlinger sprach die fehlende öffentliche Toilette im Städlte an. „Wir sind dran“, sagte Georg Mayer.

Dieter Köpfler bedankte sich bei den Kandidaten, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen. Er bedauerte das Ausscheiden von Beate Lubrich, Inge Sibold und Oliver Wehrle aus dem Gemeinderat, die alle drei ihre Fachkompetenz mit einbrachten.

Mit den erfahrenen und neuen Gemeinderatsmitgliedern heiße es auch in Zukunft „anpacken für Löffingen„, so Köpfler. Im Jahr 2020 stehe für die Löffinger Sozialdemokraten eine viertägige Reise nach Berlin zu Rita Schwarze Lühr-Sutter an.