Ein Zeichen setzte der Technische Ausschuss des Gemeinderats bei seiner jüngsten Sitzung, als er die Mittelbeantragung für das Anlegen eines Beachvolleyballplatzes auf dem Areal des Freibads Dittishausen behandelte. Kosten in Höhe von 5100 Euro, die sich im Wesentlichen aus der Anlieferung und dem Aufbringen von Sand für das Spielfeld ergeben, hatte der Schwimmbad-Förderverein aufgeführt.

Der Technische Ausschuss beschloss, das Thema zu vertagen und bei einer der nächsten Sitzungen erneut zu behandeln – und das nicht etwa, weil das Gremium dem Projekt Volleyballplatz und den damit verbundenen Kosten grundsätzlich ablehnend gegenüber stehen würde, ganz im Gegenteil. Der Ausschuss störte sich an einem anderen Aspekt.

Warum ist die Mittelbeantragung entgegen besseren Wissens nicht rechtzeitig im Zuge der Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 erfolgt, fragten sich die im Ausschuss vertretenen Stadträte. Dann hätte das Thema bei den Etatverhandlungen diskutiert und bei positivem Ausgang die Kosten im Haushalt berücksichtigt werden können. Jetzt müsse man überlegen, aus welchem Etattopf das Vorhaben gespeist werden könnte.

Ebenfalls nicht begeistert war ein Großteil des Gremiums auch über den Umstand, dass auf dem Freibadgelände offenbar bereits erste Arbeiten für das Anlegen des Volleyballplatzes in Angriff genommen worden sind, ohne dass "grünes Licht" für die beantragten Mittel erteilt worden ist.

Bevor das Vorhaben erneut auf die Tagesordnung des Technischen Ausschusses gerückt wird, soll ein klärendes Gespräch zwischen dem Förderverein einer- und den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und der Stadtverwaltung andererseits geführt werden.

Theoretisch – sprich: von der Rechtslage her – könnten Ausschuss, Gemeinderat und Stadtverwaltung auf stur schalten und auf eine fristgerechte Mittelbeantragung bestehen, die dann erst im Haushaltsjahr 2020 zum Tragen käme. Ob es soweit kommt, darf angezweifelt werden, aber als Drohkulisse ist diese Perspektive nicht eben angenehm.

Reibungsloser lief die Themenbehandlung im Gemeinderat, dessen Sitzung zeitlich an den Technischen Ausschuss anknüpfte. Einem Vorschlag der Stadtverwaltung folgend, beschloss das Stadtparlament mit Blick auf die Erweiterung des Nahwärmenetzes in der Wachtbuck-, Leffo- und Martinsstraße die bereits erfolgte Ausschreibung aufzuheben und eine freihändige Vergabe vorbereiten zu lassen, da die Vergabeunterlagen grundlegend geändert werden müssen.

Mehrheitlich entschied das Stadtparlament, den Jagdbogen „Breitenfeld“ zwei Wochen lang zur Pacht ausschreiben, die eingegangenen Bewerbungen prüfen zu lassen und den neuen Pächter dann zu bestimmen werden. Die Pacht wird bis zum 31. März 2022 laufen. Bis dahin wird, ebenfalls laut Mehrheitsbeschluss des Rates, der Eigenjagdbezirk „Hirschgraben“ in Regiejagd geführt.