„Lernen ein Leben lang“ – unter diesem Motto hat die Volkshochschule Hochschwarzwald den Senioren für ihre körperliche und geistige Fitness ein großes Feld eingeräumt und bietet dazu eine entsprechende Fülle an interessanten Kursen.

  • Senioren-Englisch: Im Herbst vergangenen Jahres wurde in der Seniorenwohnanlage in Löffingen einer der ersten Kurse „Englisch ohne Eile“ für die ältere Generation angeboten. Ein Sprachkurs, dem Alter angepasst, interessant gestaltet, ohne Druck, aber in einer guten Lernatmosphäre mit Gleichgesinnten und einem kreativen Sprachlehrer. Der Erfolg ist riesengroß, denn die Gruppe geht bereits in die zweite Runde, ein Ende ist nicht geplant.
  • Die Lehrerin: Die Leitung dieser speziellen Englischkurse hat die 56-jährige Ursula Glunk inne. Die Urlöffingerin hat als Bankkauffrau viele Jahre im Ausland verbracht und Englisch wurde ihre zweite Sprache. Wieder in Löffingen zurück, hat sie sich entschieden, ihr Wissen bei der Volkshochschule anzubieten. Seit über zehn Jahren ist Ursula Glunk Lehrerin für Anfänger bis Fortgeschrittene und eben nun auch für Senioren. Die ausgebildete Kinesiologin verknüpft die Sprache mit dieser effektiven Methode, Leistungsfähigkeit zu fördern. Kreativ, kurzweilig und bewegt sind die Lernstunden, die nicht nur für ein besseres Lernen sorgen, sondern der Gruppe auch viel Spaß machen. „Mir gefällt mit den Menschen zu arbeiten und bei ihnen die Freude am Lernen zu wecken“, sagt Ursula Glunk. Das lebenslange Lernen ist ihrer Meinung nach eine wichtige Basis für die Menschen, die Sprache Englisch ein Schlüssel der Kommunikation. „Ich bin begeistert, wenn ich die Entwicklung und das Potenzial der Senioren sehe“, sagt die Sprachlehrerin.
  • Lotte Gauwitz: Die älteste Teilnehmerin des Löffinger Kurses ist Lotte Gauwitz mit 83 Jahren. Für die Seniorin steht die geistige Fitness im Vordergrund. „Ich setze alles daran, dass mein Hirn in Bewegung bleibt und ich im Kopf fit bleibe“, sagt die rüstige Löffingerin.
  • Gisela Obert: Für die Sozialarbeiterin Gisela Obert aus Rötenbach gibt es gleich mehrere Gründe, warum sie den Englischkurs besucht. Sie engagiert sich aktiv im Flüchtlingshelferkreis und möchte mit ihrem Englisch eine sprachliche Verbindung zu ihren Schützlingen schaffen, falls auch diese Englisch sprechen. „Ich habe gehört, dass Sprachen lernen eine gute Vorbeugung gegen Demenz ist, dies ist meine große Motivation“, erklärt sie.
  • Helga Katzke: Für die 75-jährige Hobbymalerin aus Löffingen ist Sprachen lernen eine willkommene Abwechslung zwischen ihrer Büroarbeit im Geschäft ihres Mannes und der Staffelei. „Ich wollte schon immer Englisch lernen“, erklärt sie. „In einer solch tollen Runde macht es einfach mehr Spaß“, fügt sie hinzu. Ihr Wunsch ist es, gemeinsam – nach weiteren Kursen – zusammen mit Ursula Glunk eine Reise nach England zu unternehmen.
  • Bärbel Wider: Die 67-jährige Bärbel Wider möchte körperlich und geistig fit bleiben und hat sich deshalb zum Senioren-Englisch angemeldet. Zwischen Mithilfe beim Sohn im Naschcafé oder als Oma hat sie genügend Zeit, sich den Hausaufgaben zu widmen. „Ursula ist eine echt gute Lehrerin, man ist unter Gleichgesinnten und dies macht doppelt so viel Spaß“, sagt Bärbel Wider.
  • Maria Fischer: Die Motivation der 70-Jährigen war zunächst einmal herauszufinden, ob man auch als Seniorin noch fit ist, eine Fremdsprache zu lernen. Sie kam als Anfängerin zur Gruppe. „Ich kannte kein Wort“, schmunzelt sie. Nun beim zweiten Kurs ist sie sprachlich mittendrin. „Ursula hat so viele Ideen uns Englisch beizubringen“, sagt sie über ihre Lehrerin.
  • Brigitte Mayer: Als Geschäftsfrau und in zahlreichen Ehrenämtern wie Vorsitzende des Freundeskreises der Realschule und Vorsitzende der Unternehmerfrauen, stellte sie früher ihre Bedürfnisse hinten an. Nun ist die 69-Jährige mit großem Eifer dabei, Englisch zu lernen. „Ich möchte geistig fit bleiben. Mit Englisch kann ich mich im Urlaub verständigen“, informiert sie. „Außerdem kann ich mich dann auch mit meinen fünf Enkeln in Englisch unterhalten“, so Mayer weiter.
  • Gerold Bächle: Der einzige Mann in der Frauengruppe ist Gerold Bächle, der seine Englischkenntnisse ohne Druck und Eile auffrischen möchte. „Mit Englisch kommt man fast überall durch“, informiert der Weltenbummler. „Außerdem kommt bald eine Gasttochter aus Australien zu Besuch und da werde ich mein Englisch gut anbringen können“, schickt er hinterher.