Eines der ältesten Kirchenfeste der Region Löffingen steht am Sonntag, 23. Juni, an, wenn die Pfarrgemeinde St. Georg ihr traditionelles Bruderschaftfest feiert. Gefeiert wird das Bruderschaftfest, im Volksmund auch „Unadinger Fest“ genannt, jeweils am Sonntag nach Fronleichnam. Eine nahezu 280-jährige Tradition kennzeichnet dieses Fest, dessen Ursprung auf das Jahr 1740 zurückgeht, als die Bruderschaft des heiligsten Sakramentes des Altars ihren Anfang nahm. Genehmigt wurde sie von Papst Clemens XIII. am 9. Juni 1739. Die Art und Weise, wie es gefeiert wird, hat sich von jeher bis heute erhalten. Bereits um 5 Uhr in der Frühe wird der Festtag mit Böllerschüssen angekündigt und die Musikkapelle spielt zum Wecken der Unadinger auf.

Um 9.15 Uhr treten Musikkapelle und Feuerwehr beim Rathaus zum gemeinsamen Kirchgang an. Zu diesem Zeitpunkt trifft sich auch der Kinderkreis zur Betreuung der kleinen Bürger im Pfarrhaus. Um 9.30 Uhr beginnt der Festgottesdienst, umrahmt vom Kirchenchor, der die „Deutsche Messe von Franz Schubert“ singt. Anschließend folgt die Sakramentsprozession mit Begleitung von Kirchenchor, Musikverein, Feuerwehr und örtlichen Gruppierungen, die Erstkommunikanten nehmen in ihren Festtagskleidern teil. Um 14 Uhr beginnt die Feierliche Vesper mit Aufnahme der Erstkommunikanten in die Bruderschaft. Hierzu eingeladen sind die Mitglieder des Jubiläumsjahrgang 1969. Danach sind alle zum Festkonzert des Musikvereines Harmonie in die Bürgerhalle eingeladen.

Im Hinblick auf den lückenlosen Blumenteppich, der mit einer Länge von annähernd 800 Meter wohl zu den längsten der Region zählt, ist dies eine Herausforderung. Diesbezüglich treffen sich zum Blütensammeln die Landfrauen um Barbara Heer am Mittwoch, 19. Juni, 19 Uhr, beim Rathaus. Zum Legen des Blumenteppichs treffen sich die Damen am Festtag um 5 Uhr vor dem Anwesen Pittl.