Bekannt ist der Löffinger Filmemacher und Umweltaktivist Simon Straetker vor allem durch seine beeindruckenden Naturfilme. Nun präsentiert der 25-Jährige erstmals im Rahmen der 1200-Jahr-Feier der Stadt Löffingen eine imposante Fotoausstellung im Foyer der Löffinger Sparkasse und im Rathaus.

  • Blick auf Schwarzwald: Die Idee einer Fotoausstellung entstand bei einem Gespräch zwischen dem Weltenbummler Simon Straetker und Ralf Thoma, dem Filialleiter der Sparkasse in Löffingen. „Eine gute Idee für die 1200-Jahr-Feier, bei der sich die Sparkasse aktiv beteiligen wollte“, informierte Vorstandsmitglied Michael Frech, der zusammen mit Vorstand Jochen Brachs zur Eröffnung gekommen war. Die Sparkasse wird sich mit zwölf Aktionen zur 1200-Jahr-Feier beteiligen, Auftakt sei die Ausstellung der Schwarzwaldbilder, so Frech. Große Fotos mit einer Länge von knapp über einem Meter zeigen in der Sparkasse die wunderbare Welt des Schwarzwalds. Straekter hat mit seiner Kamera, teilweise auch mit der Drohne, nicht nur die unterschiedlichen Jahreszeiten, sondern auch die Tagesabläufe in einer großen Facetten-Impression festgehalten.
  • Blick in die Welt: Während in der Sparkasse vor allem die Impressionen des Schwarzwalds zu finden sind, hat Simon Straekter im Rathaus den Fokus auf die Welt gelegt. Ob Bilder aus dem Oman, Afrika, Asien, Eindrücke der Wüste oder des Dschungels – die Botschaft ist klar: „Diese wunderbare Natur muss für unsere Nachkommen noch erhalten werden“. Mit Herzblut kämpft der junge Löffinger Filmemacher für die Natur, hier vor der Haustür ebenso wie in der fernen Welt.
"Jedes Foto hat seine ureigene Geschichte, hier geht es um die Abholzung im Amazonasgebiet", erklärt der Löffinger Filmemacher Simon Straetker (rechts) bei der Eröffnung seiner Ausstellung. Bilder: Gerold Bächle
"Jedes Foto hat seine ureigene Geschichte, hier geht es um die Abholzung im Amazonasgebiet", erklärt der Löffinger Filmemacher Simon Straetker (rechts) bei der Eröffnung seiner Ausstellung. Bilder: Gerold Bächle | Bild: Gerold Bächle
  • Jedes Bild eine Geschichte: Jedes der 25 ausgestellten Fotos hat seine ureigene Geschichte. Zwei dieser Erlebnisse ließ Straetker im Rathaus aufleben. Mitten in einer unwirklichen Landschaft steht ein Baum im abgeholzten Amazonas-Gebiet. „Nach dem Abholzen kann noch zwei Jahre Mais angebaut werden, und maximal vier Jahre der Boden genutzt werden, bevor er total ausgelaugt ist“, so Straetker. Es dauere 100 bis 200 Jahre, bis sich der Boden erholt habe. Die Ursache des Abholzens sei bei den Menschen zu suchen. „Wir müssen uns überlegen, ob wir den riesigen Fleischkonsum (Mais wird für Viehfutter, aber auch für die Biowärme angebaut) wirklich benötigen. Wir müssen uns überlegen, ob wir mit unserem Plastikverhalten die Meere verseuchen“, so Straetker. Der Klimawandel sei spürbar, nicht unbedingt hier, wenn es im Sommer wärmer wird, aber bei den indogenen Völker, die er drei Jahre lang besucht hat, die mit Trockenheit, Überschwemmungen, Eisschmelze nun leben müssen.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Jeder kann etwas tun: Mit Herzblut kämpft Straetker für den Erhalt der Natur. „Mit diesen Fotos möchte ich zeigen, dass die Natur geschätzt werden muss, dass wir die Schönheit der Natur erhalten müssen, nicht nur weit weg, sondern direkt vor unserer Haustür“, so Simon Straetker. „Ob die Wutachschlucht, der Schwarzwald oder der Feldberg – wir leben mitten im Paradies.“ Die Bilder können für 150 Euro pro Stück erworben werden. Sie sind ein weiteres Stück seiner Aktion, junge Menschen für die Natur zu begeistern.
  • Young Explorers Camp: 2015 hat Straet-
    ker zusammen mit seinem Team das Young Explorers Camp gegründet. Hier sollen junge Menschen als Nationalpark-Botschafter ausgebildet werden. Dabei sollen die jungen Menschen nicht nur für die Natur sensibilisiert werden, sondern auch, mit Foto und Film die Schönheit der Natur festzuhalten. Thoma überreichte Straekter für das kommende Camp 500 Euro. Derzeit können sich Interessierte zischen 16 und 19 Jahren für dieses Camp unter www.schwarzald-entdecker.de bewerben.