Anlässlich der 1200-Jahrfeier lädt das Jubiläums-Team mit Bürgermeister Josef Matt und Clemens Hensler an der Spitze ab September zur Vortragsreihe ein. Im Zeitraffer der Geschichte wird Rötenbach von seinen Anfängen in Alemannien, über das Kulturerbe von Geigenbau und Hinterglasmalerei, über die Schattenseiten der Kriege bis in die Gegenwart präsentiert. Die Veranstaltungen finden immer freitags um 19 Uhr im Spiegelsaal der Grundschule Friedenweiler-Rötenbach statt.

Zurück zu den Anfängen

Im Jahr 819 wird Rötenbach erstmals in einer Schenkungsurkunde als „villa que dictur Rotinbah“ erwähnt. Über die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Alemannien um das Jahr 800 referiert am Freitag, 6. September, Eberhard Müller.

Eine Woche später ist Konrad Schlude an der Reihe. Er spricht über Constantin Fehrenbach, Reichskanzler in der Weimarer Republik, dessen Vorfahren aus Rötenbach stammten.

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Edgar Baßler hat am Freitag, 20. September, die Nationalsozialisten im Visier. Sein Vortrag mit dem Titel „...denen gilt mein Kampf bis zum Äußerten“ handelt von Hugo Grüner, den er mit als Nationalsozialist, vierfachen Fliegermörder und entkommenen Straftäter beschreibt.

Manfred Emmerich und Joachim Morat präsentieren am Freitag, 27. September, einen Doppelvortrag: „Elisabeth Walter – Wirken einer früheren Rötenbacher Lehrerin“ und „Carl Roegele – Rötenbachs Seelsorger in schwerer Zeit“.

Geigenbau und Hinterglasmalerei

Der Geigenbau war im Rötenbach des 18. und 19. Jahrhunderts von großer Bedeutung. So spielte selbst Ludwig van Beethoven auf einer Straubratsche aus Rötenbach. Im 20. Jahrhundert wurde der Geigenbau durch Josef Bier wiederbelebt. Auch die historische Hinterglasmalerei war in Rötenbach Zuhause.

Am Freitag, 4. Oktober, wird die Kulturgeschichte Rötenbachs wieder lebendig. Unter dem Titel „Geigenbau in Rötenbach: Josef Bier – Leben, Werk, Wirkung“ berichten Maria Arnold und Rosemarie Bier, die Tochter des Geigenbauers, sowie Alfons Bier über das Leben des berühmten Rötenbachers. Vortrag und Moderation übernehmen dabei Joachim Morat und Wulf Schmidt. Der Abend wird vom Spiel auf historischen Geigen begleitet.

Geigenbau gehörte zu Rötenbachs Handwerkskunst. Bei den Holztagen vor einigen Jahren zierte die größte Holzgeige Rötenbach.
Geigenbau gehörte zu Rötenbachs Handwerkskunst. Bei den Holztagen vor einigen Jahren zierte die größte Holzgeige Rötenbach. | Bild: Gerold Bächle

Richard Constable beleuchtet am Freitag, 18. Oktober, die Geschäfte der Rötenbacher auf dem englischen Uhrenhandel. Am Freitag und Samstag, 15. und 16. November, wird es ein Seminar für die Hinterglasmalerei geben, die in Rötenbach einst großen Raum einnahm. Abgerundet wird der Kurs mit einem historischen Vortrag von Gudrun Hahner.

Rötenbacher Persönlichkeiten

Rötenbach hat eine interessante Geschichte, Kunsthandwerk und Menschen, die sich für den Ort eingesetzt haben. Deshalb spricht der ehemalige Bürgermeister Clemens Hensler am Freitag, 11. Oktober, über die Rötenbacher Vögte und Bürgermeister.

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Am Freitag, 25. Oktober, wird Rudolf Gwinner in seinem Vortrag „Fürst Josef Wilhelm Ernst zu Fürstenberg, der Schöpfer des Fürstenbergischen Staatswesens“ die Anfänge des Hauses Fürstenberg skizzieren. Eine Woche später stellt Klaus Ganter Fotos aus Rötenbachs Vergangenheit vor.

Ende November neigt sich die Vortragsreihe dann dem Ende entgegen. Das Rötenbac von Gestern zeigen noch einmal die Filmaufnahmen von Dieter Schäfer am Freitag, 22. November. Und den Brückenschlag von der Vergangenheit in die Zukunft nimmt am Freitag, 29. November, Joachim Morat in Angriff. Sein Vortrag, der zugleich den Abschluss der Reihe bildet, trägt den Namen „15 Jahre Krieg im Dorf: Rötenbach im Schatten Napoleons“.