Jung, dynamisch, motiviert und begeistert präsentierten sich der Pfullendorfer Niklas Roth und sein Cousin Marc Wenzinger aus Unadingen in der Pro-Sieben-Erfindershow „Das Ding des Jahres“ und stellten dort ihren selbst entwickelten multifunktionalen Bollerwagen mit dem Markennamen „Metamo“ vor. Den Einzug in das Staffel-Finale verpasste das Duo ganz knapp. Aber schon die Teilnahme an dieser besonderen Casting-Show war ein großer Erfolg. „Es gab 1000 Bewerbungen und 50 Projekte wurden ausgewählt“, erzählt der 20-jährige Niklas Roth im SÜDKURIER-Gespräch. Schon Anfang Januar war die Sendung in Köln im TV-Brainpool-Studio aufgezeichnet worden, wo auch „Schlag den Raab“ produziert wird. Binnen einer Woche wurden fünf Sendungen aufgezeichnet, in der jeweils fünf Zweierduelle vor einer Jury stattfanden, und das Publikum den Sieger für das Staffelfinale bestimmt.

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„Das war eine tolle Stimmung, und wir haben uns am Set gleich wohl gefühlt“, ist Industriekaufmann Roth von der freundschaftlichen Atmosphäre immer noch begeistert. Ebenso wie sein 25-jähriger Cousin Marc Wenzinger aus Unadingen, der als Maschinenbauingenieur den Bollerwagen entwickelt hat, ist er stolz, dass sie es fast bis ins Finale geschafft haben. Nach der Sendung prasselten viele positive Rückmeldungen auf die beiden ein, wobei das Interesse an dem Grill, der Bestandteil ihres multifunktionalen Bollerwagens ist, besonders groß ausfiel. Deshalb beschlossen die Jungunternehmer in spe, dass sie neben dem Wagen auch den Metamo Grill separat anbieten wollen. Eine eigene Produktion wollen Roth und Wenzinger nicht aufbauen, die Fertigung der Metamo-Produkte erfolgt in bestehenden Betrieben, wobei es nach der Pro-Sieben-Sendung schon entsprechende Anfragen von Metall- und Alufirmen gab.

Patentanmeldungen laufen

Am Laufen ist auch die Patentanmeldung für Bollerwagen und den Grill, der selbstbewusst als cleverster Kompaktgrill der Welt angepriesen wird. Das Ding ist größer als ein Din-A-4-Blatt, transportabel und quasi selbstentzündend. „Man kann den Rost abnehmen, füllt Holzkohle und Zünder ein“, erläutert Niklas Roth die Funktionsweise. Hat man einen schönen Platz gefunden, werden die Grillfüße ausgeklappt. Man entzündet die Zünder, und dann erhitzt sich die Holzkohle wie in einem Grillkamin. „Mit dem Grill wollen wir auf jeden Fall weitermachen“, ergänzt Roth, dass die Crowdfunding-Aktion bis Ende April läuft. „Metamo kommt von Metarmorphose, also Umgestaltung und Verwandlung“, antwortet der junge Mann auf die Frage, was sich hinter dem Produktnamen verbirgt.