Die erste urkundliche Erwähnung Löffingens vor 1200 Jahren prägte das komplette Jubiläumsjahr. Obwohl das Jubiläumsjahr bekanntlich mit einem Defizit von rund 120.350 Euro zu Ende ging, zogen Bürgermeister Tobias Link und Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke gestern mit Blick auf die über 130 Veranstaltungen eine ansonsten positive Bilanz. Einziger Wermutstropfen ist der höhere Verlust, der wohl dem Open-Air-Konzert geschuldet ist. Ursprünglich war hier ein Gewinn von 27.800 Euro kalkuliert, erbracht hat das Freiluftkonzert im Juli dagegen ein Minus von 52.200 Euro. Bereits im November hat Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke diese Zahlen dem Ausschuss für Kultur, Sport, Stadtmarketing und Tourismus bei einer öffentlichen Sitzung vorgestellt.

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  • Wechselvolle Geschichte: Von 819 bis 2019 „häutete“ sich die Stadt immer wieder. Dieses Erlebnis wurde mit Vorträgen, Mittelaltermarkt bis hin zur jüngsten Vergangenheit mit Studer-Revox oder den Wirtschaftsgesprächen, verbunden mit Brauchtum und Kultur und dem facettenreichen Leben der Stadt, unter dem Motto „Löffingen 1200 Jahre am Schönsten“ durchleuchtet. „Es war für mich ein Aha-Erlebnis, dass die Veränderungen, die wir heute erleben, auch schon unsere Vorfahren erleben mussten“, sagte Bürgermeister Link. Doch die Geschichte zeige auch, wie aus einem kleine Dorf eine lebenswerte Stadt mit einer facettenreichen Vereinskultur werden kann.
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  • Herausforderung Open-Air: Die größte Herausforderung war das Open-Air-Konzert. Bewusst hatte sich das Organisationsteam um Karlheinz Rontke für die drei Bands entschieden, mit dem Gedanken, mit Vanessa Mai die jüngere Generation, mit Alphaville das Mittelalter und mit Münchner Freiheit die Generation darüber anzusprechen. „Doch schon der Vorverkauf lief nicht wie geplant“, so Rontke. Während am Freitag beim Open-Air-Konzert der Stadtmusik die Wanne übervoll mit begeisterten Menschen war, konnten die Stars die Massen nicht bewegen. Erschwerend kam hinzu, dass vor dem Konzert ein Regenschauer niederging und so entschieden sich die Verantwortlichen spontan, die Regencaps kostenlos an die Wartenden zu übergeben. Der kostenlose Sonnenhut schützte ebenfalls. Allerdings war es wohl dem Wetter zu verdanken, dass die spontanen Gäste nicht nach Löffingen kamen. „Auch wenn das Defizit größer als erwartet war, wurden unsere Erwartungen an das Jubiläumsjahr voll erfüllt“, so das Resümee von Bürgermeister Tobias Link.
Nachhaltigkeit hat das Stadtjubiläum. So erwarb die Stadt „Bilder einer Stadt“ von Anna Diehr, die im Rathaus ausgestellt sind. Links Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke, rechts Bürgermeister Tobias Link.
Nachhaltigkeit hat das Stadtjubiläum. So erwarb die Stadt „Bilder einer Stadt“ von Anna Diehr, die im Rathaus ausgestellt sind. Links Stadtmarketingleiter Karlheinz Rontke, rechts Bürgermeister Tobias Link. | Bild: Silvia Bächle
  • Außenwirkung und Nachhaltigkeit: Zwei Jahre lang liefen die Vorbereitungen, die mit einer beachtlichen Außenwirkung wettgemacht wurde. Alleine der Blaulichttag lockte tausende Besucher nach Löffingen. Die beiden Stadtgärtnerei August Kuster und Martin Fahrländer haben mit ihrem 1200-Jahr-Blumenschmuck die Stadt bereichert, die Veranstaltungen wie „Bilder einer Stadt“ der Stadtmusik werden noch lange nachklingen. Für die Nachhaltigkeit sorgte auch die Stadt selbst, welche die Bilder von Anna Diehr und der Fotografin von Rosemarie Hauser-Metzger erwarb, die mit ihrem Ehemann Dieter Metzger zum Jubiläum einen Bildband herausgebracht hat. Auch das „Löffinger-Lied“ fand Einlass in die Löffinger Musik-Szene von den Casanovas, der Stadtmusik und selbst vom Kirchenchor. Das geplante „Löffinger Liederbuch“ soll mit Liedern und Anekdoten zusammen mit Gottfried Hummel erst in diesem Jahr realisiert werden.