Bei herrlichem Frühlingswetter mit 17 Grad Außentemperatur und herrlichem Sonnenschein lockte der diesjährige Fuhrmannstag rund 1000 Hästräger auf den Berg Tabor. Hier wurden diese von mehr als 4000 Zuschauern begeistert empfangen. Der fast zweistündige Umzug bot eine breite Facette der Schwarzwälder Narrenvereinigung.

Auch am Straßenrand gab es wunderschönbe Fastnachtsgruppen, hier die Hochsewefischer vom Kirnbergsee.
Auch am Straßenrand gab es wunderschönbe Fastnachtsgruppen, hier die Hochsewefischer vom Kirnbergsee.
  • Vorstellung der Gruppen: Damit das Publikum nicht nur die Narren vor Augen hat sondern auch deren Hintergründe kennt, hatten Ansager Ludwig Speth und Oliver Wehrle viel Wissenswertes mitgebracht. Vor allem Informationen von weniger bekannten Gruppierungen wurden vom Publikum gerne aufgenommen: ob Masken, Kleidung oder andere wichtige Fastnachts-Infos. Erfreut nahm dies auch das Präsidium der Schwarzwälder-Narrenvereinigung mit Präsidentin Anne-Rosel Schwarz und Ehrennärrin Lilo Günter zur Kenntnis.

Neu dabei

  • Erstmals waren die Großwaldhexen aus Göschweiler und die Sonnen-Hänsele-Zunft Trossingen mit dabei. „Wir freuen uns immer, wenn neue Zünfte und Gruppen den großen Umzug bereichern“, erklärte Zunftmeister Ludwig Speth.
Bei herrlichem Sonnenschein ist der Narrensamen überall mit dabei.
Bei herrlichem Sonnenschein ist der Narrensamen überall mit dabei.
  • Narrentreffen auf dem Berg Tabor: Erfreulicherweise treffen sich beim Fuhrmannstag Narrenzünfte vom Breisgau-Hochschwarzwald, dem Schwarzwald-Baar-Kreis bis nach Tuttlingen. Dies zeigt auch die Attraktivität dieses Fuhrmannstages, der weit in die Fastnacht-Geschichte zurückreicht.

Hexen und Geister

  • Dominant waren die Hexengruppen die nur eines im Sinn hatten – junge Damen, doch auch so mancher junge Mann musste in der Hexenschese sich einem Strohbad unterziehen. Interessanterweise sind auch die Hexen in der Zwischenzeit zum Einfangen ihrer Opfer fortschrittlich, etwa mit „Christbaum-Netzen“. 26 verschiedene Hexengruppen, Geister und artverwandte Narrenfiguren sorgten mächtig für Stimmung.
Ganz schön gruselig waren die Sumpflochhexen aus Gündelwangen, die einen ganzen Wagen voller Konfetti mit dabei hatten.
Ganz schön gruselig waren die Sumpflochhexen aus Gündelwangen, die einen ganzen Wagen voller Konfetti mit dabei hatten.
  • Süßigkeiten und Schnaps: Die zahlreichen Narrengruppen waren in Dittishausen besonders freigiebig. Über Süßigkeiten aller Art durften sich die Kinder freuen. Hochprozentiges gab es für die Erwachsenen. Jede Narrenzunft hatte ihre ureigenen „Geschenke“ für das närrische Volk mit dabei. So manch einer bekam einen extra „Hexenanstrich“: Mit dicken Filzstiften wurden die Gesichter und Hände des Publikums bemalt.
Schon die kleinen Hexen sind beim Strohbad für junge Damen eifrig mit dabei.
Schon die kleinen Hexen sind beim Strohbad für junge Damen eifrig mit dabei.
  • Musik: Zu jedem Narrenumzug gehört auch Musik, und auch auf dem Berg Tabor gab es Musikklänge überall. Angeführt vom Musikverein Dittishausen, bis zu den Löffelguggis und dem Fanfarenzug aus Löffingen. Viele Zünfte hatten ihre eigenen Musikkapellen mit dabei, die vor allem den jeweiligen Narrenmarsch zu Gehör brachten.

Schöne Maskenträger

  • 44 Gruppierungen gehörten dem großen närrischen Lindwurm in Dittishausen an, darunter große Gruppen wie die Schönenbacher, der Bachheimer Narrenverein oder die Unadinger mit vier Gruppen. Stark vertreten waren beim diesjährigen Fuhrmannstag die Donaueschinger Gruppen. Vor allem die Unterschiedlichkeit der Narrenzünfte trafen hier aufeinander und boten dieses einmalige Fastnachtsbild. Dank der günstigen Temperaturen war auch der Narrensamen groß vertreten.