Thomas Hofmeier ist neuer Narrenvater und Vorsitzender der Laternenbrüder: Überraschung und Spannung gab es bei den Neuwahlen des neuen Löffinger Narrenvaters bei der Narrenversammlung. So hatte der Narrenrat, nachdem Matthias von Dungen nicht mehr zur Wiederwahl stand, den langjährigen Hansilichef Sven Seidel als Narrenvater vorgeschlagen. Favorit von Ehrennarr Rudolf Gwinner war dagegen Thomas Hofmeier, ein Vorschlag, den Ehrenhexe Günter Pfeifer wiederholte. Mit 49 zu 40 Stimmen entschied der ehemalige Hexenchef (2002 bis 2016) den Zweikampf letztlich für sich. Der 49-jährige selbstständige Friseurmeister entstammt der Löffinger Fasnachtsdynastie Limb-Geisinger-Hofmeier. Der neue Narrenvater wurde von der Vereinigung der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte und auch vom Verein der Laternenbrüder für seine Verdienste ausgezeichnet.

Einen guten und beachtenswerten Schachzug hatte Thomas Hofmeier sogleich auf Lager. Er wollte den Löffinger "Fasnetmensch mit Herz und Verstand" Sven Seidel nach dessen Niederlage nicht so einfach ziehen lassen und schlug ihn als kommissarischen Vizenarrenvater vor. Somit kann sich der 40-jährige Industriemechaniker, der seit 22 Jahren dem Narrenverein angehört, aktiv im Vorstand mit einbringen. Er ist seit zehn Jahren Hansilichef, überall in der Löffinger Fasnet anzutreffen und als Mitglied der Leffel-Bube setzt er auch musikalisch Akzente.

Gleich sechs Aktive konnten für ihre 20-jährige Mitgliedschaft die Auszeichnung in Gold entgegen nehmen: Diana Frei ist sowohl für die musikalischen Auftritte der Löffel-Gugguis, als auch als Mitglied des Narrenblättle-Teams mit verantwortlich. Im Orga-Team und der Kooperation mit der Lebensheimat zeichnet Regina Isele verantwortlich. Tanja Pfister war viele Jahre bei der weiblichen Narrenpolizei anzutreffen, der Gutzelwart ist Joachim Schmidt und Karlheinz Maier (Häggili) verkörpert die echte Straßenhexe und ist der Mittelpunkt der Hexenpyramide. Zu den Geehrten gehörte auch Seven Seidel, der nicht nur an Fastacht für den Verein aktiv ist, sondern als Chef-Organisator beim Städtefest und allen Versammlungen.

Im vergangnen Jahr hat es auch den Bürgermeister Tobias Link erwischt: Nachdem er als „Narren-Getti“ bekanntlich auf dem Fässelwagen mitschaukeln durfte, ist er vom Fasnet-Virus regelrecht erfasst und dies trotz seiner schwäbischen Wurzeln. "Das war für mich ein außergewöhnliches Jahr, in dem ich über die Fasnet sehr viel gelernt habe", schmunzelte Link bei der Narrenversammlung. Nun fiebert er wie jeder Löffinger der kommenden Fasnet entgegen.

Hilfsaktion

Die Löffinger Narren können auf eine lange und erfolgreiche Tradition ihrer Fastnacht schauen. Doch sie zeigen sich auch immer wieder als Narren mit Herz. Nachdem ihr Vize Steffen Neu schwer erkrankt und nach zwei Schlaganfällen auf die Hilfe von der Familie und Fremden angewiesen ist, riefen sie bei der Narrenversammlung zu einer Spende auf. Bereits im Vorfeld hatten sie die Ehefrau Beate mit einer großzügigen Spende überrascht. (pb)