Die Löffinger Stadtbücherei ist sicher einzigartig, wenn es um neue Ideen geht, Kindern und Jugendlichen die Literatur näher zu bringen. Leiterin Birgit Kuttruff ist dabei ein wahres Kreativwunder, was sie bei ihrer jüngsten Aktion wieder zeigte. 

  • Erlebbare Geschichten: Das neuste Projekt der Bücherei beinhaltet, Sachgeschichten erlebbar zu machen. So lud Birgit Kuttruff Kinder ab zehn Jahren zu einem Lese-Bastel-Nachmittag ein. Auf dem Programm standen die Tiere im Wald, speziell in der Winterzeit. Zuerst stand das Vorlesen der Geschichten an, die dann aufgearbeitet wurden. Ganz konkret wurde der Igel in einem Sachbuch unter die Lupe genommen. Eigentlich ist der Igel im Winterschlaf, doch in der Stadtbücherei wurden gleich acht Igel zu Leben erweckt. Erstmals hatte Birgit Kuttruff die Keramikkünstlerin Anita Flößer eingeladen. Diese hatte für die Kinder schon den Werktisch mit Holzbrettchen, Arbeitsmaterial und auch Schürzen hergerichtet. Auf die Brettchen hatte Anita Flößer die Form eines Igels gemalt. Dann ging es los, jedes Kind bekam einen Tonklumpen. „Ihr müsst diesen spüren, kneten, begreifen“, so der Appell der Keramikkünstlerin. Aus dem Tonklumpen wurden Igel-Körper geformt, dazu vier Füßchen und natürlich der spitze Kopf. Nun müssen diese kleine Tonkunstwerke erstmal eine Woche trocknen, bevor sie für acht Stunden im Brennofen bei 1050 Grad gebrannt werden. „Die Kinder können mit dieser literarisch-kreativen Arbeit ihrer Fantasie freien laufen lassen“, sagt Birgit Kuttruff. Der Entdeckergeist werde geweckt, die Kreativität gefördert und neue Ideen entwickelt. „Die Kinder können eine Sachgeschichte mit anschließender kreativer Handarbeit sich noch besser merken und umsetzen“, so Birgit Kuttruff. Während bei Bastel-Lese-Veranstaltungen eher die Mädchen kommen, waren sie dieses Mal in der Unterzahl.
  • Lesen lernen kein Kinderspiel: „Lesen lernen ist eine komplexe Aufgabe“, informiert Birgit Kuttruff und weist dabei auf die neusten Erkenntnisse hin. Die vielen Buchstaben zu Wörter und Sätzen schnell zu einer Geschichte zusammenzusetzen, fällt manchem Kind schwer. Vorteile haben die Kinder, deren Eltern ihnen täglich vorlesen, am besten mindestens 15 Minuten täglich“, so Birgit Kuttruff. Dies führe zu einem uneinholbaren Startkapital. Die Stadtbücherei fördert die Lesekompetenz durch entsprechend Spiele und lesefördernde Angebote. Seit Jahren besteht eine Kooperation mit den Kindergärten und Schulen, um mit attraktiven Leseföderungsbausteinen den Kindern einen guten Start in ihrer Bildungsbiografie zu bieten.
  • Positive Bilanz: „Die Zahl der Ausleihen ist gestiegen, die Veranstaltungen sind gut besucht, die Zahl der Büchereibenutzer nimmt zu. Bei den Kindern kommt das neue Medium „Tonie“ sehr gut an“, sagt Kuttruff. Diese Toni-Boxen sind ein weiteres Angebot im umfangreichen Kinder- und Jugendkatalog der Stadtbücherei. Vom Bilderbuchkino, über Vorleseveranstaltungen, Kamishibia-Theater, Lernbüffets bis hin zu Bausteinen zur Leseförderung für Schulklassen reicht das umfangreiche Angebot. Hinzu kommen Autorenlesungen und Autorenbegegnungen sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Kooperationslehrern. „Wir richten unsere Veranstaltungen nach dem Lehr- und Bildungsplan, so Birgit Kuttruff.

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