Seit Jahrzehnten sammeln die Jugendfußballer und die Jugend-Feuerwehr in Löffingen Altmaterial. Damit füllen sie nicht nur ihre Jugendkassen auf, sondern tragen auch ein Stück zum Umweltgedanken bei.

  • Jugendfeuerwehr: Zwei Mal pro Jahr ist die Jugendfeuerwehr in Löffingen unterwegs, um Schrott und Alteisen einzusammeln. Unterstützt werden die Jugendlichen von den Erwachsenen, die nicht nur den Fahrdienst übernehmen, sondern auch die schweren Metallteile mit auf- und abladen. Vor allem der Bauhof mit Christian Heizmann unterstützt die Sammelaktion, aber auch Löffinger Firmen, welche ihre Fahrzeuge zur Verfügung stellen. „Diese Einnahmen sind für uns sehr wichtig, da wir uns damit fast selbst finanzieren“, erklärt Jugendleiter Markus Lade. Derzeit besuchen 30 Jugendliche aus der Gesamtstadt ab zehn Jahren die Jugendfeuerwehr.
  • Fußballjugend: Aller drei Monate ruft die Jugendfußballabteilung des FC Löffingen zur Altpapiersammlung auf. Viele Jahrzehnte oblag die Organisation Wilfried Münzer, der krankheitsbedingt die Arbeit nun an Jugendleiter Michael Wetterer abgegeben hat. Gesammelt wird zusammen mit Aktiven, die ebenso wie die älteren Jugendlichen die Fahrzeuge fahren können. „Ohne das Engagement der Löffinger Firmen wären diese Altpapiersammlungen nicht möglich“, so Michael Wetterer. Im Einsatz sind immer 15 bis 20 Helfer. Die Sammlungen sind die wichtigsten Einnahmequelle, jeweils die Hälfte geht an die Jugendkasse, mit der anderen Hälfte wird die Jugendarbeit mit knapp 200 Nachwuchsspielern auch aus Unadingen, Dittishausen und Reiselfingen mitfinanziert.
Seit über 40 Jahren sammelt die Jugend des FC Löffingen Altpapier. Karl Götz war der Initiator dieser Aktion.
Seit über 40 Jahren sammelt die Jugend des FC Löffingen Altpapier. Karl Götz war der Initiator dieser Aktion. | Bild: Silvia Bächle
  • Umdenken wird geschult: Wenn die Jugendlichen das Altmaterial einsammeln, führt dies auch zu einem Umdenken. „Der Schrott wird genau angeschaut und das eine oder andere Fahrrad schon herausgeholt, um es wieder flott zu machen“, erklärt Sandra Schwörer. Einige Jungs sammelten Edelmetalle heraus. „Edelmetall gibt mehr Geld“, sagt Markus Lade und auch dies sei ein wichtiger Beitrag für die Jugendlichen in Sachen Recycling. Papierrecyling und Papierverschwendung ist bei den Fußballsammlern ein Thema geworden. „Durch die Altpapiersammlung wird die Umwelt geschont und wir können unsere Kasse aufbessern“, unterstreicht Michael Wetterer.
  • Manches hat sich verändert: Bei den Fußballern macht sich die Einführung der blauen Tonne für Altpapier schon bemerkbar. „Erfreulich ist, das noch viele Familien gibt, welche das Papier für den Fußballnachwuchs sammeln“, freut sich Michael Wetterer. Das Verhalten der Bevölkerung, so der Vorsitzende Benjamin Gaudig, sei vorbildhaft, es gäbe kaum Verunreinigungen. Dafür legten die Bürger schon einmal Schokolade oder Getränke für die Sammler oben auf. Verschärfungen dagegen sind bei der Alteisensammlung zu spüren. So dürfte kein Plastik oder Holz in den Alteisen verbaut sein, Ölfässer werden nur mitgenommen, wenn diese penibel gereinigt und offen sind. Batterien werden nicht mehr mitgenommen.