Mit gemischten Gefühlen sehen die Unadinger die Elektrifizierung der Höllentalbahn. Mehr als erfreulich, so Ortsvorsteherin Katrin Kramer, sei der nun stündliche Halt, andererseits macht dem Ortschaftsrat die Überquerung der Kreisstraße auf dem Weg zum Bahnhof großes Kopfzerbrechen. Die Kreisstraße sei stark frequentiert und auch als offizielle Umleitungsstrecke der B 31 ausgeschrieben. Die Gefahr für die 50 bis 60 Schüler, diese Straße zu überqueren sei nicht zu unterschätzen, daher kämpfe man weiter für eine Lösung. Zwar habe man erreicht, dass die Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer auf 70 reduziert wurde, doch dies verringere die Gefahr keineswegs, da war man sich im Ortschaftsrat einig.

Unterstützung bekommen die Unadinger von der Stadt, hier sprach man sich ebenfalls klar für eine machbare Lösung aus. Doch dies ist nicht einfach, wie die Delegation mit Tobias Link, Kathrin Kramer, Udo Brugger und Martin Kramer beim Besuch im Landratsamt feststellen musste. Zwar hatte Dezernat Albrecht Simon ein Einsehen, doch seien ihm rechtlich die Hände gebunden. Wie von Unadingen gewünscht eine Ampelanlage oder einen Zebrastreifen zu realisieren, sei außerhalb der geschlossenen Ortschaft nicht möglich, den Ort bis an den Bahnhof auszudehnen auch nicht. Da bliebe laut Landratsamt nur noch die Lösungen einer Unterführung oder Brücke. Diese Maßnahmen gingen allerdings zu Kosten der Stadt. „Wir können dies bei der derzeitigen Lage nicht stemmen“, so Bürgermeister Tobias Link.

Rudolf Gwinner, ein Mitkämpfer der Unadinger, schlug vor, eine Petition an den Landtag zu stellen. Dies sei derzeit in Arbeit, so die Ortsvorsteherin, die zusammen mit dem Hauptamtsleiter Martin Netz das Petitionsschreiben aufsetzt. Dieses werde an der Silvesterversammlung der Bevölkerung vorgestellt und dann abgeschickt. In der Zwischenzeit hat Susanne Marx eine Unterschriftenaktion gestartet, die einen sicheren Überweg fordert.

„Wir suchen eine schnelle und machbare Lösung“, informierte die Ortsvorsteherin. Von Tobias Links Idee, einen Bus einzusetzen, um die Schüler vom Bahnhof in den Ort zu bringen, hält der Ortschaftsrat nichts. In Zeichen des Klimaschutzes wäre dies kontraproduktiv.

Im Moment kann der Ortschaftsrat nur eine Beschilderung vornehmen und hoffen dass bald eine machbare Lösung auf den Tisch kommt. Man werde dafür kämpfen. Auf Vorschlag von Gemeinderat Jürgen Dinger wird ein Ausschuss mit Kathrin Kramer, Martin Kramer, Simon Wolf, Stefan Schwendemann, Susanne Marx und ihm selbst gebildet, um alle Maßnahmen zu bündeln.