„Tun“ – ist das Erfolgswort im Jubiläumsjahr in Reiselfingen, wie Ortsvorsteher Martin Lauble unterstreicht. Was dahinter steckt, konnte man bei der Bürgerversammlung nur erahnen. Die Reiselfinger Erfolgsgeschichte steht nicht nur auf diesem Wort, sondern im außergewöhnlichen Engagement der Dorfgemeinschaft. „800 Jahre Reiselfingen“ ist ein Jahresfest, dessen Höhepunkt das mittelalterliche Spektakulum vom 6. bis zum 8. Juli bildet.

  • Mittelalterliches Leben: Das mittelalterliche Leben mit Bauern- und Kunsthandwerkmarkt mit dem Höhepunkt der Aufführung des Schimmelreiters soll die Besucher zurück ins Jahr 1218 führen. Für dieses Erlebnis werden die Akteure – so auch die Reiselfinger Vereine – nicht nur mit der entsprechenden Kleidung auftreten, auch die kulinarischen Genüsse sollen dem Mittelalter angepasst werden. Bei der Versammlung stellten das Organisationsteam und auch die teilnehmenden Vereine (Musik, Feuerwehr, FCR, Gorizunft, Münzlochgeister, Landfrauen, Resielfinger Jugend und die Narrenzunft Eisenbach) ihren enormen Aufwand dieser einmaligen Geschichte vor. „Keine Einmal-Gegenstände“ hieß eine der Aufgaben, die es zu bewältigen gab. Kreativität war hier schon angesagt, so werden die Speisen etwa in Bananenblätter eingepackt. Eine tolle nachhaltige Idee sind die Trinkkrüge, die mit dem Reiselfinger Emblem versehen, sicherlich auch eine tolle Erinnerung sein werden. Nicht nur bei den Bierkrügen, die können entweder gekauft oder per Pfand genutzt werden, soll es einheitliche Preise geben. An den drei Festtagen wird auch Wegezoll verlangt werden. Start ist am Freitag, 6. Juli, 18 Uhr, bis Sonntag, 8. Juli, 18 Uhr.
  • Reiselfinger Münzen: Zu diesem besonderen Anlass sollen Reiselfinger Gedenkmünzen geprägt werden. Hierzu wird ein Münzpräger vor Ort sein. Seit Anfang des Jahres gibt es auch eine limitierte Auflage, die Nummer 1 ging an Bürgermeister Link, die Nummer 11 an Erzbischof Stephan Burger.
  • Sicherheitskonzept: Zu diesem mittelalterlichen Spektakel werden viele Gäste aus nah und fern erwartet. Ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept wurde deshalb erstellt. So werden 900 Meter Bauzaun für eine Absperrung sorgen. Die Straßen werden gesperrt. An 15 Festplätzen wird allerlei geboten, das Rathaus wird zur Festzentrale. Am Samstag – wenn um 22.30 Uhr der Schimmelreiter aufgeführt wird – ist ein Sicherheitsdienst eingestellt, der von 19 Uhr bis 3 Uhr nach dem Rechten schaut.